Von Mördern, Monstern und Dämonen: "The Outsider"

"The Outsider" - Ab 20. März bei  Sky Atlantic.
"The Outsider" - Ab 20. März bei  Sky Atlantic.
Foto: HBO
Zuerst Krimi, dann Thriller, am Ende Mystery: Die neue Serie „The Outsider“ nach Stephen King kann alles!

Alles beginnt mit einem toten Jungen. Anhand von Zeugenaussagen und den Bildern von Überwachungskameras ist der vermeintliche Mörder schnell ausgemacht: Der Lehrer Terry Maitland, gespielt von Jason Bateman, muss es gewesen sein. Der beteuert zwar, zum Zeitpunkt des Verbrechens gar nicht in der Stadt gewesen zu sein, und es gibt Aufnahmen, die das sogar beweisen. Doch zu diesem Zeitpunkt nimmt die Tragödie bereits ihren Lauf, sie bringt unsagbares Leid und weitere Tote. Obendrein spukt eine Gestalt mit deformiertem Gesicht durch die Gegend.

„Wie kann das alles sein?“, fragen die Zuschauer – genau wie der ermittelnde Detective Ralph Anderson. „Es ist ganz einfach ein Albtraum für jemanden wie Ralph, der ein klassischer amerikanischer Gutmensch ist und sich zudem als Faktenchecker rühmt“, sagt Anderson-Darsteller Ben Mendelsohn im Interview mit GOLDENE KAMERA. Der 50-jährige Australier, der in Blockbustern („Rogue One“) und Serien („Bloodline“) häufig den Bösewicht gibt, ließ sich von Jason Bateman dazu überreden, diesmal den harmlosen Jedermann zu spielen.

Trailer: "The Outsider"

"The Outsider" läuft ab dem 20. März bei Sky Atlantic

Bateman führte – wie schon in „Ozark“ (Staffel drei ab 27.3., Netflix) – neben seinem Auftritt auch Regie und produzierte. „Die hohe Qualität von ,The Outsider‘ (ab 20. März bei Sky) ist Jasons Erfolg und macht die Serie zu etwas, das man unbedingt gesehen haben muss“, meint Mendelsohn und spielt damit auf die Bewertung der Fanwebseite imdb.com an: 8,8 von 10 Punkten.

Es ist nicht selbstverständlich, dass Verfilmungen nach Bestsellern des Horror- und Mystery-Autors Stephen King („Es“, „Der dunkle Turm“) auch gelingen. Und das, obwohl „Mister King jedem von uns alles gibt, was wir brauchen – das Buch und genügend Quellenmaterial.“ Der scheue, aber stets gut organisierte King war zwar nicht am Set, er schickte Mendelsohn aber eine signierte Ausgabe seines Romans zu. „Ich war überrascht, dass er überhaupt von mir wusste.“

The Outsider: Inside Look

Den Erwartungsdruck seitens der Millionen Leser verspürte Mendelsohn nicht, er fühlte sich aber verantwortlich für seinen Charakter. „Dabei geht es mir aber nie um die persönliche Befriedigung, sondern immer nur ums Publikum.“

Mit Kings „Der Outsider“ (2018) verbunden ist die Bill-Hodges-Trilogie (2014–2016), die ebenfalls als Serie (für Starzplay) umgesetzt wurde. In beiden Geschichten spielt die Detektivin Holly Gibney eine Rolle, die dem Übernatürlichen aufgeschlossen ist. In „The Outsider“ wird sie von Shootingstar Cynthia Erivo (Oscarnominierung für „Harriet“) dargestellt.

Wenn mit dem Auftauchen von Holly aus dem Krimi ein Mysterythriller mit Horrorelementen wird, gerät der in der Realität verhaftete Cop Ralph Anderson vollends aus der Bahn. Auch Mendelsohn selbst hat wenig Sinn für Übersinnliches. Was das personifizierte Böse anbelangt, gibt es aus seiner Sicht aber „ganz normale Menschen, die dem nahekommen“.

Zehn Episoden der ersten Staffel nach Stephen King in Doppelfolgen ab Fr, 20. März, 21.15 Uhr bei Sky Atlantic.

Hinweis der GOKA-Redaktion: Wer kein Sky-Kunde ist, kann für € 4,99 jetzt 2 Monate Sky Ticket testen und "The Outsider" komplett streamen.

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