Maria Ehrich: "In manchen Szenen sehe ich aus wie Audrey Hepburn"

Seit der ersten Staffel spielt Maria Ehrich in der "Ku'damm"-Reihe die brave Helga Schöllack. Doch in "Ku'damm 63" kommt es zu einer Wandlung um "180 Grad". Wie es dazu kommt und was noch in Staffel 3 passiert, verrät die 27-jährige Hauptdarstellerin exklusiv im Interview.

Vor welchen Herausforderungen steht Helga in der 3. Staffel?

Maria Ehrich: Helgas größtes Problem ist nach wie vor, dass sie am liebsten alles perfekt hätte und sich eine Fassade aufbaut und alles, was nicht in dieses Schema passt, unter den Teppich kehren möchte. Aber in der 3. Staffel kann sie den schönen Schein nicht mehr aufrechterhalten, weil sie sich leidenschaftlich verliebt und ihr Leben hinterfragt. Anschließend dreht sich Helga um 180 Grad.

Was ist der Reiz an der Rolle der Helga?

Maria Ehrich: Oberflächlich betrachtet war Helga immer eine absolute Spießerin, aber natürlich hat man als Zuschauer längst unterschwellig gemerkt, dass das gar nicht ihr eigentliches Wesen ist. Diese Ambivalenz darzustellen, macht mir viel Spaß! Helga ist nicht so, wie sie vorgibt zu sein – und bei ihr ist kein Satz so gemeint, wie sie ihn sagt.

Wie entwickelt sich das Verhältnis der drei Töchter zu ihrer dominanten Mutter Caterina?

Maria Ehrich: Da gibt es einen gehörigen Umschwung – weil die Mädchen erwachsen werden und sich Caterina endlich mit dieser Tatsache arrangieren muss. Selbst Helga lässt sich nicht mehr diktieren, wie sie sich benehmen soll.

Welche Rolle spielt Helgas schwuler Ehemann in der neuen Staffel für ihre Entwicklung?

Maria Ehrich: Helga betrachtet Wolfgangs Homosexualität immer noch als eine Art Krankheit, die er einfach auskurieren muss. Aber weil sie sich in der 3. Staffel selbst Hals über Kopf verlieben darf, und das Feuer und die Leidenschaft entdeckt – und somit die Liebe besser versteht – entwickelt sie mehr Verständnis für Wolfgangs Beziehung und seine Bedürfnisse.

Was lernen Sie durch die „Ku’damm“-Reihe über deutsche Geschichte?

Maria Ehrich: Total viel. Vor dem Dreh der 1. Staffel fand ich die Idee einer Serie über die 50er Jahre in Berlin hauptsächlich wegen der tollen Klamotten u