Marc Lepetit: "'Ku'damm 63' kommt 2021 ins Fernsehen"

Die UFA Fiction-Produzenten der "Ku'damm"-Reihe Marc Lepetit und Benjamin Benedict verraten im exklusiven Interview, wie und wann es mit "Ku'damm 63" weitergeht und erklären das Erfolgsrezept der Serie.

Was sind die Herausforderungen für Sie als Produzenten beim Dreh der 3. Staffel von „Ku’damm“?

Marc Lepetit: Die größte Herausforderung besteht darin, auf das aufzusatteln, was die ersten beiden Staffeln emotional, inhaltlich, gesellschaftlich und politisch vorgegeben haben – so dass die Geschichte sich glaubwürdig fortschreibt.

Nach der Wirtschaftswunderzeit und dem Beginn des Rock ‘n Roll in der 1. Staffel und der Beschäftigung mit der Filmindustrie und MeToo in der 2. Staffel reflektiert auch die 3. Staffel wieder gesellschaftliche Strömungen - beispielsweise den Grand Prix d' Eurovision de la Chanson. Welche noch? Was ist das Kernthema in „Kudamm 63“?

Benjamin Benedict: Nachdem wir den Figuren in der ersten Staffel beim Erwachsenwerden zugeguckt haben, geht es jetzt darum, wie es ist, erwachsen zu sein – und welche Verantwortung das mit sich bringt. Außerdem beleuchten wir, wie sich die Wünsche der Figuren im Laufe des Lebens verändern, wie sie aus der Balance kommen und größtenteils auch zu ihr zurückfinden. Dasselbe gilt übrigens auch für die Gesellschaft des Jahres 1963, die 18 Jahre nach dem Kriegsende ihr eigenes Herkommen immer wieder neu reflektieren muss. Und natürlich können die Zuschauer auch in der 3. Staffel von „Kudamm“ wieder auf eine völlig neue Weise auf eine Vergangenheit blicken, die bis jetzt noch nicht so erzählt wurde.

Marc Lepetit: Die 3. Staffel blickt darauf, wie sich unsere „Kudamm“-Frauen sieben Jahre nach der 1. Staffel verändert haben, wie Familien 1963 funktionieren und was die neuen Rollenbilder sind, die noch immer große Schnittmengen zu alten Schablonen sowie den Benimmregeln der 1. Staffel haben.