"Ku'damm 63": So geht es mit den Schöllacks weiter

Exklusiv: Erste Fotos von "Ku'damm 63". Außerdem verraten die Hauptdarstellerinnen Sonja Gerhardt, Maria Ehrich und Emilia Schüle, vor welchen Herausforderungen die Schöllack-Schwestern in der 3. Staffel stehen.

Die Berliner Mauer, Kennedys Besuch, Homosexualität und der Grand Prix d‘Eurovision de la Chanson - all das steht im Zentrum von drei neuen Folgen der Erfolgsreihe „Ku‘-damm 63“, die das ZDF 2021 zeigt. Bis es soweit ist, müssen sich die Fans noch gedulden - doch GOLDENE KAMERA zeigt schon jetzt erste exklusive Fotos (oben in der Bildergalerie) und verrät, was in der Fortsetzung passiert.

Darum geht's in "Ku'damm 63"

Inzwischen sind vier Jahre vergangen und die Schöllack-Sisters in den Swinging-Sixties angekommen. „Die dritte Staffel“, verrät Headautor Marc Terjung, „spielt von Weihnachten 1962 bis Herbst 1963. Damals spürten die Berliner eine große Aufbruchsstimmung, während sie gleichzeitig das Gefühl hatten, in einer eingemauerten Stadt zu leben.“ Lesen Sie hier das ganze Interview mit Marc Terjung.

Das gilt auch für Rebellin Monika (Sonja Gerhardt, 31), ihre immer noch unglücklich mit Professor Fassbender (Heino Ferch, 56) verheiratete Schwester und Ex-Prostituierte Eva (Emilia Schüle, 27), die biedere Helga (Maria Ehrich, 27) - und natürlich auch die dominante „Mutti“ (Claudia Michelsen, 51). „Doch anders als in den ersten beiden Staffeln“, so Produzent Benjamin Benedict, „stehen diesmal alle drei Schwestern sowie Caterina gleichermaßen im Zentrum!“ Lesen Sie hier das ganze Interview mit den Produzenten Benjam Benedict und Marc Lepetit.

Diese Schicksal erwartet die Schöllack-Schwestern

„Monika“, verrät uns Sonja Gerhardt hier im Interview, „ist immer noch mit Joachim verheiratet, doch sie verliert ihr gemeinsames Baby.“ Beim Suchen und Finden ihrer „emanzipatorischen Stimme“ helfe es ihr, ein „Grand Prix“-Lied für die Sängerin Lore Lay (neue Rolle: Helen Schneider) zu komponieren und dieses anschließend auch selbst einzusingen: „Damals“, so Gerhard, „gab‘s bei dem Gesangswettbewerb ‚Heile Welt‘-Musik, weil sich die Menschen in der Nachkriegszeit sehr danach gesehnt haben.“

Apropos heile Welt: Die bislang kreuzbrave Helga, so Maria Ehrich zu GOLDENE KAMERA, drehe sich in der neuen Staffel um „180 Grad“: Nach einem Unfall ihrer Mutter übernimmt sie die Leitung der Tanzschule „Galant“, engagiert den Tanzlehrer Armando (neue Rolle: Giovanni Funiati) und verliebt sich Hals über Kopf. „Weil Helga die Leidenschaft entdeckt, entwickelt sie mehr Verständnis für die Beziehung und die Bedürfnisse ihres homosexuellen Gatten“, enthüllt Maria Ehrich hier im Interview.

Den kompliziertesten „Umweg zu sich selbst“ allerdings, so Autor Marc Terjung, muss die erblondete Galeristin Eva gehen. „Meine Figur steht vor einem spannenden Wandel“, erklärt uns Emilia Schüle im Interview, „weil sie ganz besonders ein Opfer ihrer Zeit ist. In der neuen Staffel wird klar, dass das Leben für eine geschiedene Frau damals nicht mehr lebenswert war.“

Das Schicksal der "Ku'damm"-Männer

Doch nicht nur die Frauen, sondern auch die „Ku‘damm“-Kerle, plagen 1963 Probleme: Freddy (Trystan Pütter, 39) plant nach Amerika auszuwandern, weil er für sich als Jude in Deutschland keine Zukunft mehr sieht. Monikas Ehemann Joachim (Sabin Tambrea, 35) wird schwer depressiv.

Prof. Fassbender wird von Eva erpresst und der schwule Wolfgang (August Wittgenstein, 39) erfährt, dass Helga seinen in Ostberlin festsitzenden Ex-Liebhaber Hans in der 2. Staffel an die Stasi verraten hat.

Visionen für Staffel 4

Ja, es herrscht wieder ganz schön viel Trubel in der Fortsetzung jener Serie, die sich 2016 als Überraschungserfolg entpuppte und auch 2018 im Schnitt 5,59 Millionen Zuschauer begeisterte. Damit das auch in der 3. Staffel gelingt, inszenieren die Macher die Schöllack-Schwestern erstmals als erwachsene Frauen - vor einem spannenden politischen Hintergrund.

Übrigens: Auch für die 4. Staffel hat Autor Terjung schon Visionen: „1963 gab‘s die ersten Anzeichen für die Studentenrevolte 1968 - beispielsweise Proteste an der Freien Universität gegen den AStA-Vorsitzenden Eberhard Diepgen. Das nächste Kapitel wäre 1967 bis 1968!“