So wird Jan Fedder aus dem "Großstadtrevier" verabschiedet

Am Montag, den 4. Mai um 18.50 Uhr im Ersten ist Jan Fedder ein letztes Mal im "Großstadtrevier" zu sehen.

"La Paloma, ohé, einmal muss es vorbei sein. Einmal holt uns die See und das Meer gibt keinen von uns zurück". Bei diesen Worten und dem Gesang muss man schon schlucken. Denn es ist Jan Fedders Stimme, die der Zuschauer im Abspann des "Großstadtreviers" (GOLDENE KAMERA 2005) hört. Der Schauspieler, der am 30. Dezember den Kampf gegen den Krebs verlor, verabschiedet sich nun auch in seiner Rolle als Dirk Matthies vom Polizeikommissariat 14.

Darum geht's im "Großstadtrevier: Absolute Anfänger"

Bei Revierleiterin Küppers (Saskia Fischer) liegt ein Brief auf dem Schreibtisch. Der Absender ist Dirk Matthies. Sie braucht über zwei Tage bis sie schließlich den Mut findet, ihn zu öffnen.

Derweil ist Jessy Jahnke (Farina Flebbe) mit einem verletzten Bein krankgeschrieben. Gelangweilt beobachtet sie das verliebte Pärchen im Haus gegenüber. Als die Frau am nächsten Tag bewusstlos auf der Erde liegt, wählt Jessy den Notruf. Doch die Ärzte treffen in der Wohnung nur noch den Mann an. Jessy vermutet, dass es sich um einen Mörder handelt, der die Frau beiseitegeschafft hat. Lukas Petersen (Patrick Abozen) glaubt zunächst, dass Jessy eine zu starke Fantasie hat, doch dann trifft sich der Nachbar mit einer weiteren Frau...

Harry Möller (Maria Ketikidou) und Piet Wellbrook (Peter Fieseler) kümmern sich derweil um ein kleines Mädchen, das sich heimlich bei ihnen ins Revier geschlichen hat und behauptet von der eigenen Mutter misshandelt zu werden.

Hintergrund

In der Abschiedsfolge von Dirk Matthies muss der Zuschauer fast bis zum Ende durchhalten, um Jan Fedder noch ein Mal zu sehen. Diese Szenen bewegen. Insbesondere der Abspann mit dem Gesang des Schauspielers und folgender Schrift: "Das gesamte Team des Großstadtreviers verabschiedet sich von Dirk Matthies. Danke Dirk, danke lieber Jan. Wir machen weiter, so wie Du Dir das gewünscht hast, aber Du wirst uns fehlen...." stimmt nicht nur die Fans sehr traurig.

Und auch Schauspielerin Saskia Fischer war beim Dreh der Brief-Szene sehr berührt: "Als ich seine letzten Worte las, war es schwer, nicht in die Gefühligkeit von mir abzurutschen, sondern die nüchterne Professionalität von Frau Küppers zu wahren", sagte Fischer gegenüber der Bild-Zeitung.

GOLDENE KAMERA TV-Tipp, weil...

Die Vorabendserie schafft den Spagat zwischen Abschiednahme und einer gewohnt unterhaltsamen "Großstadtrevier"-Folge. In Anlehnung an den Klassiker "Das Fenster zum Hof" liefert die Krimihandlung Spannung, die in einer skurrilen Auflösung endet.

Auch wenn Jan Fedder beim Dreh nicht mehr dabei sein konnte und er deshalb nur entsprechend mit alten Aufnahmen gezeigt wird, lohnt sich das Einschalten trotzdem. Am Ende werden noch mal die schönsten Momente von Dirk Matthies präsentiert. Seine Geschichte findet so nach 28 Jahren einen würdigen Abschluss.

Ein absolutes Muss für Fedder-Fans!