Bestsellerverfilmung "Normal People" jetzt als Serie

Erste Liebe, ausufernder Sex und viel Schmerz - die BBC-Hulu-Serienverfilmung des gleichnamigen Bestsellers "Normal People" porträtiert ein junges Pärchen.

In "Normal People" (12 Folgen, ab Donnerstag, 16. Juli im Angebot von Starzplay) wird die sehr intensive On-and-Off-Beziehung zweier hochintelligenter Menschen gezeigt.

Trailer: "Normal People"

Darum geht's in "Normal People"

Marianne Sheridan (Daisy Edgar‑Jones) ist eine typische Außenseiterin: Sie schert sich nicht darum, was jemand über sie denkt, provoziert und konfrontiert ihre Mitmenschen mit schonungslosen Wahrheiten. Der einzige, der ihr zuhört, ist ausgerechnet Connell Waldron (Paul Mescal), Star der Schule und Schwarm aller Mädchen der Kleinstadt. Connell ist zudem ein glatter Einserkandidat und tief beeindruckt von Mariannes Intelligenz. Seine alleinerziehende Mutter arbeitet als Haushaltskraft bei den Sheridans. Wann immer der Junge seine Mutter zum Feierabend abholt, unterhält er sich mit Marianne. Schnell merken beide, dass sie sich zueinander hingezogen fühlen. Sie kommen sich näher. Doch Connell möchte nicht, dass seine Kumpels etwas von seiner neuen Liebe erfahren. Er verleugnet Marianne und geht stattdessen mit einem anderen Mädchen zum Schulball.

Monate später begegnen sich Marianne und Connell am Trinity College in Dublin wieder. Das Blatt hat sich gewendet. Marianne hat sich zu einer selbstbewussten, beliebten Studentin gemausert, während Connell noch immer seinen Platz im Leben sucht.

Hintergrund

Die Irin Sally Rooney ist der Shootingstar in der Literaturbranche. Die 29-Jährige sorgte bereits mit ihrem Erstlingswerk "Gespräche mit Freunden" für Furore. Ihr zweiter Roman "Normal People" war "Buch des Jahres" bei den Irish Book Awards und gewann zahlreiche weitere Preise. Kurz bevor das Buch am 17. August auf Deutsch erscheint, gibt es die Serie, die von der BBC und dem US-Streaminganbieter Hulu koproduziert wurde, auf Starzplay. Rooney hat mit zwei weiteren Autoren auch an den Drehbüchern dazu geschrieben.

Sie selbst war auch, so wie ihre Figur Marianne, im Debattierclub des Trinity College, 2013 gewann sie sogar die European Universities Debating Championship in Manchester.

GOLDENE KAMERA-Serientipp, weil…

Sind sie nun "Normal People"? Der Zuschauer fragt sich über lange Zeit, warum Marianne sich so verhält, wie sie es tut und warum Connell bisweilen das Einfühlungsvermögen fehlt. Auch wenn die beiden anders als ihre Klassenkameraden sind, "normal" sind auf jeden Fall ihre Gefühle. Der erste Kuss, zarte Berührungen, knallharter Sex und ein ständiges sich Annähern und wieder auf Abstand gehen - "Normal People" zeigt die ganze Bandbreite des Liebeswirrwarrs zwei junger Heranwachsender.

Der Fokus liegt weniger auf den Handlungssträngen, sondern mehr auf den Entwicklungen der Charaktere. Je besser wir die beiden kennenlernen, desto interessanter wird die Geschichte. Von Folge zu Folge zieht die, zum Teil doch sehr langatmige und ruhige Serie die Zuschauer so zunehmend in ihren Bann. Das Beste aber sind die Dialoge, der Wortwitz und die Schlagfertigkeit mit der Marianne mit ihren großen "Anne-Hathaway-gleichen-Kulleraugen" ihr smartes Wissen von sich gibt. Das macht die Serie nicht nur clever, sondern auch charmant.