Neue Katastrophenserie "Sløborn": Virusalarm auf einer Insel

Auf der idyllischen Nordseeinsel Sløborn bricht ein tödliches Virus aus. Eine Zusammenfassung der Corona-Pandemie? Zum Glück nicht ganz.

Dass die Corona-Pandemie als Filmstoff herhalten wird, war nur eine Frage der Zeit. Doch mit Sløborn startet am Donnerstag, 23. Juli, ab 20.15 Uhr bei ZDF Neo eine achtteilige Mini-Serie, die ihrer Zeit voraus war. Statt Sars-CoV-2 löst hier das Taubenvirus eine weltweite Pandemie aus. Regisseur Christian Alvart, der auch das Drehbuch schrieb, hatte die Idee zur Serie aber schon lange vor dem Corona-Ausbruch, die Dreharbeiten wurden bereits im November 2019 beendet.

Trailer: "Sløborn"

Darum geht's in Sløborn

Nachdem zwei Leichen in einem gestrandeten Segelboot auf der Nordseeinsel Sløborn entdeckt werden, häufen sich die Anzeichen dafür, dass mit den Toten ein gefährliches Virus eingeschleppt wurde. Die Inselbewohner sind jedoch viel zu sehr mit ihren persönlichen Problemen beschäftigt, um die tödliche Gefahr rechtzeitig zu erkennen.

Schülerin Evelin (Emily Kusche) liebt ihren Vertrauenslehrer Milan (Marc Benjamin) und versucht, ihre ungewollte Schwangerschaft geheim zu halten. Ihr Vater Richard (GOLDENE KAMERA-Preisträger Wotan Wilke Möhring) will seine vielleicht letzte Chance auf eine Karriere in der Forschung in Berlin ergreifen. Er verlässt seine Frau Helena (Annika Kuhl) und die vier Kinder.

Dorfpolizist Knut Schwarting (Urs Rechn) richtet sein Augenmerk auf Martin Fisker (Roland Møller), der auf der Insel ein Rehabilitierungsprojekt mit straffällig gewordenen Jugendlichen (Lea van Acken, Aaron Hilmer und andere) beginnt, während Schwartings Sohn Herm (Adrian Grünewald) um die Anerkennung seiner Mitschüler kämpft, die ihn regelmäßig mobben.

Der drogensüchtige Autor Nikolai Wagner (Alexander Scheer) ist von Berlin auf die Insel gekommen, um eine Lesung zu halten, die Buchhändlerin Merit Ponz (GOLDENE KAMERA Nachwuchspreisträgerin von 2000 Laura Tonke) organisiert. Als sie bemerkt, was mit ihm los ist, kümmert sie sich um dessen Probleme. Die Krankheit ihres Sohnes nimmt sie jedoch nicht so ernst.

Das Virus breitet sich aus

Die Serie lässt sich viel Zeit die kleinen Geschichten der Inselbewohner zu erzählen. Der Zuschauer aber ist von Anfang an alarmiert und ahnt, was passieren wird. Denn Latenzzeiten, Übertragungswege, erste Maßnahmen zur Eindämmung des Virus, Schulschließungen, Maskenpflicht, Social Distancing – das alles ist seit März 2020 auch für uns in Deutschland Alltag. Das erste Niesen nehmen die Zuschauer daher ernster, als es die Sløborner tun.

Im Verlauf der Serie werden die neuesten Nachrichten zum Taubenvirus aus den Radiogeräten immer lauter. Bis klar ist: Das Virus ist nicht nur auf der Insel angekommen, es verbreitet sich in ganz Deutschland. Am Ende informiert eine Dauersendung im Fernsehen über den bundesweiten Notstand. Die Bundeswehr übernimmt die Kontrolle. Doch nicht alle wollen den Anweisungen folgen, Wutbürger bewaffnen sich, es bricht Panik aus.

Serien-Tipp, weil...

"Sløborn" zeichnet ein düsteres Katastrophenszenario, das sich während der Corona-Pandemie hierzulande so zum Glück nicht ereignet hat. Daher wirkt diese fiktive Serie wie eine Warnung, sich weiterhin verantwortungsbewusst zu verhalten.

Die ersten vier Folgen "Sløborn" zeigt ZDFneo am 23. Juli ab 20.15 Uhr, die weiteren vier einen Tag später zur gleichen Zeit. Alle Episoden werden am Donnerstag, 23. Juli 2020, um 10.00 Uhr hier in der ZDFmediathek veröffentlicht.