Neue Serie "Breeders": Martin Freeman als Papa in der Falle

In der Serie "Breeders" verzweifelt "Der Hobbit"-Star Martin Freeman am Familienalltag – ein ehrlicher Blick hinter die Kulissen der Elternschaft.

"Die nächste Generation großzuziehen ist die wichtigste Aufgabe überhaupt. Aber es ist echt hart!2 Ein Statement von Martin Freeman („Sherlock“), der in seiner neuen Serie „Breeders“ (ab Dienstag, 4. August, 20.15 Uhr, Sky Atlantic) an den eigenen Ansprüchen scheitert.

Teaser-Trailer zu "Breeders"

Darum geht's in "Breeders"

Paul (Martin Freeman) und Ally (Daisy Haggard) sind liebevolle Eltern des siebenjährigen Luke (George Wakeman). Als Töchterchen Ava (Jayda Eyles) kam, war Paul schon etwas weniger enthusiastisch. Inzwischen ist die Kleine vier, und der an sich gutmütige Papa verliert immer öfter die Nerven.

Der ganz normale Familienwahnsinn verlangt ihm emotional aber auch einiges ab: Die hemmungslose Freude, wenn die Kinder endlich eingeschlafen sind – um eine Minute später wieder auf der Matte zu stehen. Die Schmach, als die Notaufnahme allen Ernstes das Jugendamt alarmiert, weil Ally und Paul Stammkunden sind – meist mit Luke, der am liebsten Spider-Man spielt.

Auf die Paarbeziehung wirkt sich der Dauerstress auch nicht gerade sexy aus. „Wir lieben uns sehr … wahrscheinlich“, kommentiert Ally resigniert. Noch dazu nörgelt Pauls Mum, der Sohn lasse sich hängen. Und dann sind da noch die ach so souveränen Vorzeigeeltern aus der Londoner Nachbarschaft, die schon wieder so mitleidig gucken. Mal ehrlich: Wie soll Mann ein guter Vater sein und dabei cool bleiben, wenn er niemals seine Ruhe hat?

Nichts als die Wahrheit

Martin Freeman hat selbst zwei Kinder und verarbeitet in „Breeders“ charmant und selbstironisch seinen eigenen Frust. „Klar bin ich auch schon mal ausgetickt“, gesteht der 48-Jährige GOLDENE KAMERA. „Das Schlimmste ist der jahrelange Schlafentzug, irgendwann drehst du einfach durch. Darüber spricht aber kaum jemand. Stattdessen hast du Instagram-taugliche Supereltern vor der Nase: alles schick, alles schön. Das hat mich genervt! Ich wollte die ganze Wahrheit zeigen. ,Breeders‘ ist ein witziger, dabei aber absolut ehrlicher Blick hinter die Kulissen. Dazu gehören eben auch die peinlichen Ausraster, die man sonst lieber für sich behält.“

Der Brite entwickelte die schonungslose Eltern-Comedy gemeinsam mit den Emmy-Gewinnern Chris Addison und Simon Blackwell („Veep – Die Vizepräsidentin“), die ebenfalls persönliche Erfahrungen einbrachten. „Unsere Gespräche unter Vätern waren die reinsten Therapiesitzungen!“, so Freeman. „Kinder sind das größte Geschenk, keine Frage. Aber viele Eltern sind bestimmt dankbar, wenn sie endlich mal offen zugeben dürfen, dass der Alltag mit Nachwuchs kein Spaziergang ist. Und zwar ohne schief angeguckt zu werden.“

"Breeders" bekommt 2. Staffel

Eine zweite Staffel ist schon bestellt. Privat muss sich Martin Freeman unterdessen neuen Problemen stellen: Seine Kinder sind jetzt Teenager. „Übrigens haben beide die Serie gesehen und finden, dass ich sie finanziell beteiligen sollte. Glauben Sie mir, das tue ich. Schließlich zahle ich Schulgeld und kaufe ständig neue Schuhe!“