Aufgeben gilt nicht: Bewegende TV-Serie zum Thema Brustkrebs

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In der neuen ZDF-Serie „Fritzie: Der Himmel muss warten“ stellt sich eine Lehrerin (Tanja Wedhorn) dem Kampf gegen den Tumor.

Es sieht nicht gut aus.“ Die Ärztin blickt ernst. Kurz herrscht Stille. Dann fährt die Gynäkologin mit ruhiger Stimme fort: „Die Biopsie hat ergeben, dass es sich um einen malignen Tumor handelt. Und er hat bereits in die angrenzenden Lymphknoten gestreut.“ Brustkrebs. Im fortgeschrittenen Stadium. Wie in Trance starrt Fritzie Kühne ihre Ärztin an. Das kann nicht sein. Das darf einfach nicht sein!

Die Reaktion auf eine verheerende Diagnose

Mit dieser eindringlichen Szene beginnt die neue ZDF-Serie „Fritzie: Der Himmel muss warten“ (ab Do, 1. Oktober, 20.15 Uhr im ZDF). Sechs Folgen lang durchleben die Zuschauer gemeinsam mit der Titelheldin die ersten Wochen nach der verheerenden Diagnose. „Fritzie geht durch alle emotionalen Höhen und Tiefen, die man sich vorstellen kann“, erzählt Hauptdarstellerin Tanja Wedhorn, bekannt aus der Serie „Praxis mit Meerblick“, im Interview. „Erst das totale Verdrängen, dann die vorsichtige Akzeptanz, gefolgt von verzweifelten Zusammenbrüchen.“

Doch allen schlechten Nachrichten zum Trotz: Fritzie lässt sich nicht unterkriegen. Sie arbeitet weiter als Lehrerin, engagiert sich mit vollem Einsatz fürs Wohl ihrer Schüler. „Es war uns sehr wichtig zu zeigen, wie sie nach dem ersten Schock ihren Lebenswillen wiederentdeckt, der Krankheit den Kampf ansagt.“

Die Familie hält zusammen

Immer an Fritzies Seite: Ehemann Stefan (Florian Panzner, „Dark“) und der gemeinsame Sohn Florian (Nick Julius Schuck). Doch auch für die Familie ist die Situation schwer. Der 16-jährige Florian ist mit der Krankheit der Mutter überfordert, er fühlt sich vernachlässigt. Auch Fritzies Mann ist unsicher, wie er mit der Diagnose umgehen soll. Was kann er für sie tun? Wie viel Unterstützung möchte seine Frau überhaupt? „Die Bedürfnisse schwanken: Was den einen Tag richtig war, ist es am nächsten schon nicht mehr“, sagt Tanja Wedhorn. „Aber es ist ja nicht nur Fritzie, die etwas braucht, auch ihre Angehörigen. Die haben genauso Angst, Ehefrau und Mutter zu verlieren.“ Doch die Familie hält zusammen.

Drei Monate lang stand Tanja Wedhorn vergangenes Jahr für die Serie vor der Kamera. Vor Beginn der Dreharbeiten setzte sie sich intensiv mit der Krankheit auseinander. Auch ein Besuch beim Arzt gehörte zu den Vorbereitungen, wie die Schauspielerin verrät: „Ich habe den Rat meines Gynäkologen eingeholt, um mich über Brustkrebs zu informieren“, berichtet Wedhorn. „Er war sehr an dem Projekt interessiert und hat sich viel Zeit genommen, um alle Fragen zu beantworten.“

Appell an alle Frauen: Geht zur Vorsorge!

Jede achte Frau in Deutschland erkrankt in ihrem Leben an Brustkrebs. Ein Umstand, der die Schauspielerin belastete: „Vor dem Fernseher sitzen Patientinnen, die viel besser wissen als ich, wie man sich in Fritzies Situation fühlt“, sagt die 48-Jährige. „Es erschien mir zuerst sehr anmaßend, als gesunde Person vor der Kamera so zu tun, als könne ich ihr Leid nachempfinden.“ Letztlich half Wedhorn der Hinweis einer Bekannten, die in ihrem Umfeld selbst mit Betroffenen zu tun hatte. Deren Beobachtung: „Alle Frauen seien mit der Diagnose anders umgegangen. Und auch sie habe alle anders behandelt.

Richtig oder falsch gibt es nicht – diese Erkenntnis war für mich ein Schlüsselmoment.“ Eine mutige Frau, die gegen ihre Krankheit kämpft – für die bewegende Serie hat Tanja Wedhorn vor allem einen Wunsch: „Wenn Fritzies Schicksal Frauen dazu anhält, zur Vorsorge zu gehen, wäre die Geschichte schon viel wert.“

Alle Folgen sind ab dem 24. September in der ZDF-Mediathek zu sehen.

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