Neue Horrorserie "Hausen": Alle Infos über das Hochhaus des Grauens

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„Betreten verboten – Lebensgefahr!“ Diese Warnung müsste an dem gruseligen Plattenbau „Hausen“ stehen. Ein Video-Setbesuch und alle Infos über die achtteilige Sky Serie.

Merkwürdige Bewohner, Ratten, übel schmeckendes Leitungswasser, unerklärliche schwarze Flecken in den Fluren: Der heruntergekommene Plattenbau, in dem Jaschek Grundmann (Charly Hübner) nach dem Tod seiner Frau einen Job als Hausmeister bekommt, ist alles andere als eine Top-Immobilie. Doch noch ahnt er nicht, dass das Horror-Hochhaus in der neuen achtteiligen Sky-Atlantic-Serie „Hausen“ (ab Donnerstag, 29. Oktober, 20.15 Uhr, Sky Atlantic + Sky Ticket) lebt – und unstillbaren Appetit auf Menschen hat.

Trailer zu "Hausen"

Schaurige Häuser gab es schon oft in der Geschichte des Horrorgenres, erinnert sei nur an das „Overlook“-Hotel in Stephen Kings „Shining“ oder das viktorianische Anwesen in „Spuk in Hill House“. Doch in einem Gebäude von derart monströsen Ausmaßen wie in „Hausen“ hat das Böse noch nicht gewohnt. Was auch an dessen Dimensionen liegt: Der labyrinthische Plattenbau der Serie ist fast hundert Stockwerke hoch.

Produzent Marco Mehlitz von Lago Film erzählt, dass die Macher den perfekten Drehort für ihre Schauergeschichte in Berlin-Buch fanden. Dort mieteten sie ein leer stehendes ehemaliges Stasi-Krankenhaus an und richteten siebzehn Wohnungen ein, in denen gefilmt wurde. Die fehlenden Etagen wurden später digital aufgestockt.

Darum geht's in "Hausen"

Deutschland im Jahr 2020, irgendwo im Nirgendwo auf dem Gebiet der ehemaligen DDR. Jaschek Grundmann und sein Sohn Juri (Tristan Göbel, 18, „Fack ju Göhte 3“) beziehen die Hausmeisterwohnung in der düsteren Platte. Der Zustand des Hauses stört ihn nicht groß, nur dass die Heizung nicht funktioniert, bringt den patenten Handwerker auf die Palme.

Im Keller entdeckt Jaschek eine seltsame, ölige Substanz in den Heizungsrohren – und macht Bekanntschaft mit dem „Herz des Hauses“. Juri lernt unterdessen die Nachbarn kennen. Die skurrile Gemeinschaft besteht aus Menschen, die zum Teil bereits seit den 1970er-Jahren in „Hausen“ leben und den Plattenbau schon lange nicht mehr verlassen haben. Versorgt werden sie von einem vietnamesischen Discounter im Innenhof.

Die Bewohner wirken seltsam apathisch, selbst das Verschwinden eines Babys und ein Furcht einflößender Obdachloser namens „Kater“ (Alexander Scheer, 44, „Gladbeck“), der in den Eingeweiden des Hauses kampiert, scheint sie kaltzulassen. Juris Neugier erwacht. Der Teenager findet heraus, dass das Haus eine Droge absondert, die die Mieter und auch seinen Vater radikal verändert, entdeckt unerklärliche Löcher in den flüsternden Wänden –und trifft einen Jungen, der seit über dreißig Jahren vermisst wird ...

Dunkle, böse Schattenwelt

„Hierzulande wird für ein Horrorprojekt nur selten so viel Geld in die Hand genommen wie bei ,Hausen‘“, sagt Charly Hübner beim Setbesuch von GOLDENE KAMERA. „Unsere Serie ist gruselig, weil Menschen in den Wänden verschwinden und weil längst begrabene Tote auftauchen. Und was die Atmosphäre betrifft: Die lässt sich am besten als dunkle, böse Schattenwelt beschreiben.“

Eigentlich, so der Schauspieler, müsse ein Mann wie Jaschek Grundmann bereits im ersten Drittel der Serie Reißaus nehmen, weil sich immer mehr Grauenhaftes ereigne: „Doch dieser Hausmeister ist derart stoisch, dass er nicht abhaut, sondern stattdessen den Hammer in die Hand nimmt.“