Neue Miniserie: "Du sollst nicht lügen" mit Felicitas Woll

Das erste Date von Laura (Felicitas Woll) und Hendrik (Barry Atsma) verläuft zunächst harmonisch
Das erste Date von Laura (Felicitas Woll) und Hendrik (Barry Atsma) verläuft zunächst harmonisch
Foto: © SAT.1 / Christine Schröder
Wurde Laura (Felicitas Woll) vergewaltigt? Die Miniserie „Du sollst nicht lügen“ fordert die Zuschauer heraus.

Es beginnt wie eine klassische Romanze – und es endet in einem Albtraum. Die Lehrerin Laura (Felicitas Woll) und der Chirurg Hendrik (Barry Atsma) treffen sich zum Dinner in einem guten Restaurant, verstehen sich bei ihrem ersten Date bestens, flirten miteinander, gehen später noch zu ihr.

Am nächsten Morgen bedankt Hendrik sich per Messengernachricht für die schöne Nacht. Laura dagegen wirft ihm vor, dass er sie vergewaltigt habe. Wie kann das sein? Diese Geschichte erzählt die fesselnde vierteilige Miniserie „Du sollst nicht lügen“ (Doppelfolgen am 9. und 10. Februar, jeweils ab 20.15 Uhr) bei Sat.1.

Wurde Laura vergewaltigt?

„Mir gefällt an der Serie, dass die Zuschauer über den Verlauf der Geschichte lange im Unklaren gelassen werden“, sagt Felicitas Woll im Gespräch mit GOLDENE KAMERA. „Sie müssen für sich selbst entscheiden, wem sie glauben und worauf sie ihr Urteil stützen. Auf ihr Bauchgefühl, auf Sympathieverteilung oder auf Fakten? Diese Art der Selbstbetrachtung finde ich enorm spannend.“

Auch die von ihr gespielte Laura weiß zunächst nicht, was genau an dem verhängnisvollen Abend passiert ist. Sie hat nebulöse Erinnerungen, aber einen Verdacht, und ist entschlossen, die Wahrheit herauszufinden. Auf Hilfe kann sie dabei nicht immer zählen. „Laura muss bei ihren Ermittlungen erfahren, dass Frauen mit einer Täter-Opfer-Umkehr zu kämpfen haben“, erklärt Woll. „Noch bevor man ihr richtig zuhört, wird ihr eine Mitschuld an der vermuteten Vergewaltigung gegeben. Ein schönes Kleid und ein Glas Wein zu viel rechtfertigen aber keine Vergewaltigung.“

Wütend, verletzt und allein

Der Vierteiler ist ein Remake der britischamerikanischen Miniserie „Liar“ aus dem Jahr 2017. „Ich habe 'Liar' gesehen, aber wie alle im Team habe ich mich von der tollen Vorlage gelöst“, sagt Felicitas Woll. „Wir erzählen die Geschichte ein bisschen kompakter und emotionaler.“

Ihre Figur steht dabei unter ständiger Anspannung. Immer wieder gibt es auch Hinweise darauf, dass sie mit ihrem Verdacht falschliegt. „Laura ist wütend, verletzlich und fühlt sich allein auf der Welt“, so Woll. „Dadurch ist sie wie in einem Rausch. Eine großartige Rolle, die mich auf erfüllende Weise gefordert hat.“

Vielleicht darf sie die noch einmal spielen: Das Vorbild „Liar“ war so erfolgreich, dass es eine zweite Staffel gab. Auch das furiose Finale von „Du sollst nicht lügen“ schreit geradezu nach einer Fortsetzung.