"Doktor Ballouz": Ein Arzt mit Herz

Lassen Sie ihn durch, er ist Arzt! Die neue ZDF-Serie "Doktor Ballouz" erzählt Geschichten aus einem kleinen Krankenhaus in der Uckermark.

Mit seinen Serienärzten hat das ZDF gute Erfahrungen gemacht: Ob nun Professor Brinkmann aus der legendären „Schwarzwaldklinik“ oder "Der Bergdoktor" (GOLDENE KAMERA 2019) Martin Gruber – viele TV-Mediziner des Zweiten wurden zu quotenstarken Publikumslieblingen. Auch der Neue hat das Zeug dazu. Er heißt "Doktor Ballouz" (ab Donnerstag, 8. April, 20.15 Uhr im ZDF und bereits in der Mediathek), wird von Merab Ninidze gespielt und ist jetzt in drei Doppelfolgen zu sehen.

Darum geht's in "Doktor Ballouz"

Doktor Amin Ballouz ist Chefarzt einer Klinik in der Uckermark. In die schöne, aber strukturschwache Region im ostdeutschen Norden kam Ballouz einst als Geflüchteter – und schloss das Land und seine bodenständigen Menschen ins Herz.

Dieser Teil der Geschichte basiert auf dem echten Doktor Ballouz, der in Brandenburg als Landarzt praktiziert und in dem Buch „Deutschland draußen“ (vergriffen) porträtiert wurde.

Hintergrund

Für Drehbuchautorin Conni Lubek war er eine Inspiration, die Ereignisse in der Serie sind aber frei erfunden.

Merab Ninidze im Interview

„Doktor Ballouz ist ein warmherziger Arzt, der sich immer Zeit für seine Patienten nimmt und ihnen auf Augenhöhe begegnet“, sagt Merab Ninidze im Gespräch mit GOLDENE KAMERA über seine Rolle. „Schon beim Lesen des Drehbuchs war ich sehr berührt, weil von dieser Figur so viel Positives ausgeht. Ich glaube, so ein Mensch tut in unserer harten und von Streit geprägten Zeit gut. Für mich als Schauspieler war diese Figur eine tolle Aufgabe und zudem eine willkommene Abwechslung. Zuletzt habe ich nämlich oft böse und etwas oberflächliche Gangster gespielt. Deshalb war ich froh, diesen Mann darstellen zu dürfen.“

Glücklich ist dieser Ballouz indes nicht: „Die Zuschauer lernen ihn als traurigen Menschen kennen, weil seine Frau gerade bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist“, erklärt Ninidze. „Er möchte eigentlich keine Zeit für sich selber haben, weil er dann nur wieder in tiefe Trauer verfallen würde. Also geht er auch deshalb voll in den Begegnungen mit Kollegen und Patienten auf, weil er durch sie gar nicht richtig dazu kommt, an seine Frau zu denken.“ Um die Arbeit eines Arztes authentisch darstellen zu können, holte sich Ninidze am Set Tipps von Fachleuten. „Ihre Hinweise waren spannend und hilfreich“, sagt er. „Sie haben uns zum Beispiel gezeigt, wie konzentriert Ärzte bei einem Notfall vorgehen, wie man Röntgenbilder hält und mit medizinischen Apparaten hantiert. Und sie haben uns auf vermeintliche Kleinigkeiten aufmerksam gemacht: Was machen die Hände, wenn man mit Kollegen spricht? Wie bewegt man sich bei einer OP? Solche Details sind wichtig für die Glaubwürdigkeit.“

Mit der Rolle verbindet Ninidze eine Hoffnung: „Ich weiß, es ist ein großer Wunsch. Aber ich würde mich freuen, wenn Doktor Ballouz die Herzen der Zuschauer erwärmt und sie gleichzeitig ermuntert, selber etwas Gutes für ihre Mitmenschen zu tun.“

Auch diese Ärzte sind in Serie(n) zu sehen: