"Para": Die Königinnen von Berlin

Eine weibliche Gang im rauen Berlin: Wie TNT Serie mit dem Sechsteiler „Para“ an den GOLDENE KAMERA-Preisträger „4 Blocks“ anknüpft.

Ruppig geht es zu im Berliner Wedding, Aggression und Armut gehören in diesem Stadtteil zum Alltag. Vier Mädels um die 18, die hier aufgewachsen sind, träumen davon, dem Gesetz der Straße zu entfliehen.

Trailer: "Para"

Darum geht's in "Para"

Ausgerechnet ein Beutel voller Kokain, den Rasaq, Fanta, Jazz und Hajra finden, soll ihnen zu schnellem Geld und zum Start in ein besseres Leben verhelfen. So beginnt "Para – Wir sind King" (ab Donnerstag, 22. April, 21 Uhr TNT Serie und im im Streamingangebot von Sky), das neue Serienprojekt von den Machern von „4 Blocks“ (GOLDENE KAMERA 2018), dem Serienhit über den Neuköllner Kriminellen-Clan der Hamadys.

Hintergrund

„Schon während der ersten Staffel von ,4 Blocks‘ haben Anke Greifeneder, die Autoren und ich darüber gesprochen, dass es spannend wäre, den Frauen der '4 Blocks' Welt mehr Raum zu geben. Aber das war eben nicht Kern des Konzepts. ‚Para‘ streift die ‚4 Blocks‘-Welt nur am Rande, aber hier erzählen wir aus dem Leben von vier jungen Frauen, da dreht sich die ganze Idee um nichts anderes“, so Executive Producer Quirin Berg. Ursprünglich als Gang-Geschichte angedacht, wurde es den Machern immer wichtiger, deren Lebensgefühl und Aufbruchstimmung einfließen zu lassen.

Nun erzählt „Para“, türkisch für „Geld“, von vier Spaß suchenden Freundinnen mit unterschiedlichen Wurzeln, die nur ein einziges krummes Ding drehen wollen, um aufzusteigen. Was natürlich schiefgeht.

Jeanne Goursaud spielt Jazz

60 bis 80 Vorschläge hatte die Casterin Iris Baumüller für jede Rolle geliefert, bis über die endgültige Konstellation in einem Live-Casting entschieden wurde. Unter anderem verkörpert Jeanne Goursaud die attraktive Jazz, die regelmäßig ihre Jobs im Berliner Nachtleben hinschmeißt. „Ich als deutsche ‚Kartoffel‘ kannte als Einzige von uns vieren die Bedeutung von ,Para‘ nicht“, sagt die 24-Jährige zu GOLDENE KAMERA und lacht. Goursaud war zuletzt in dem Netflix-Erfolg „Barbaren“ zu sehen und spielt hier erneut mit ihrem Germanen-Filmpartner David Schütter zusammen.

„Wir haben gesagt, das war wie eine Wiedergeburt: Wir haben uns in einem vergangenen Leben schon mal getroffen und jetzt sehen wir uns wieder.“ Aufgrund der Corona-Bedingungen wohnten die vier Frauen in der Drehzeit von Anfang September bis Ende November 2020 in einem Haus zusammen, was sie nach ihren eigenen Aussagen zusammengeschweißt habe.

Regisseur Özgür Yildirim, auch ein „4 Blocks“- Veteran, beobachtete sie selbst in Drehpausen genau: „Wenn sie zusammengesessen, Beats auf dem Asphalt gekloppt und dazu gerappt und gesungen haben, fand ich das inspirierend, und wir haben das eingebaut“, sagt der 41-Jährige.

Soma Pysall spielt Hajra

Soma Pysall, die die frisch aus der Jugendhaft entlassene Hajra spielt, kennt sich am Schauplatz der Serie bestens aus – sie wohnt im Wedding: „Ich muss nur mit dem Bus fahren oder vor die Tür gehen, schon treffe ich ,Para‘-Girl-Gangs, die im Kiez abhängen“, sagt die 25-Jährige. „Dann denke ich, ja Mann, bald kommt was für euch, Figuren, mit denen ihr euch identifizieren könnt."