Serien-Event der Woche: "Lost in Space"

Was für eine Neuinterpretation des Science-Fiction-Klassikers aus den 1960ern: "Lost in Space – Verschollen zwischen fremden Welten" ist eine bildgewaltige, moderne Homage.

Die Überlebensgeschichte der Familie Robinson gab es schon in allen möglichen Formen: 1812 erschien bereits das Buch "Der Schweizerische Robinson", 1962 wurden die Comic-Reihe "Space Family Robinson" und die darauf beruhende Serie "Verschollen zwischen fremden Welten" (1965-1968) zu Klassikern. Eine Kinoadaption folgte 1998. Jetzt kommt das Reboot als Netflix Original "Lost in Space – Verschollen zwischen fremden Welten" (zehn Folgen ab dem 13. April).

Trailer zu "Lost in Space" (VoD-Start: 13.4.2018)

Darum geht's in "Lost in Space – Verschollen zwischen fremden Welten"

Wir befinden uns etwa 30 Jahre in der Zukunft: Klimawandel, Kriege und Hungersnöte machen die Welt unbewohnbar. Die Familie Robinson ist unter den wenigen Auserwählten, die in einer anderen Welt ein neues Leben beginnen dürfen. Doch auf ihrer Reise durchs All erleidet sie auf einem unbekannten Planeten Raumschiffbruch. Gestrandet sehen sich Mutter Maureen (Molly Parker) und Vater John (Toby Stephens) nicht nur mit unheilvollen Humanoiden wie der Wissenschaftlerin Dr. Smith (Parker Posey), sondern auch mit einem monströsen Roboter-Alien konfrontiert. Mit letzterem freundet sich Robinson-Nesthäkchen Will (Max Jenkins) an. Gemeinsam kämpfen sie um ihr Überleben.

Hintergrund

Die Raumanzüge wurden von den FBFX Studios in London produziert, die auch schon für die Ausstattung des Ridley Scott Films "Der Marsianer" verantwortlich waren. Academy Award-Gewinner für Kostümdesign Angus Strathie konzipierte zwei Monate an dem Design, die Materialien wurden u.a. aus Deutschland und Japan eingeflogen. Damit die Anzüge bzw. Helme nicht beschlagen, sind im Rückenteil kleine Ventilatoren eingebaut, zusätzlich läuft durch einen zweiten Anzug kaltes Wasser, das die Schauspieler kühlt. Allein die Jacke von Toby Stephens, in der Rolle als Vater John Robinson, besteht aus 59 verschiedenen Teilen.

Toby Stephens als John Robinson

Toby Stephens ist der Sohn der zweifache Oscarpreisträgerin Maggie Smith (war u.a. auch für "Gosford Park" nominiert). Weltbekannt wurde Stephens durch die Rolle des Gustav Graves im James-Bond-007-Film "Stirb an einem anderen Tag" und der Serie "Black Sails". Die Rolle seiner Frau Maureen verkörpert Molly Parker, bekannt aus "House of Cards" und "Deadwood".

GOKA-Wertung

Dass die Geschichte funktioniert, wurde in der Vergangenheit schon oft bewiesen. Und diese Netflix-Neuauflage steht dem Klassiker in nichts nach. Schließlich hat sich der Streamingdienst die Neuverfilmung einiges kosten lassen. Die Ausstattung und Kulissen sind auf Kino-Niveau. Doch geht es in der Serie weniger um die Special-Effects, als vielmehr um die privaten Probleme der Familie Robinson. Das ist unterhaltsam, zuweilen sogar witzig.

Muss ich sehen, weil...

... es ein bildgewaltiges, weniger düsteres Remake des Klassikers ist.

Für Fans von...

... "E.T. – Der Außerirdische" (1982) und "Der Marsianer" (2015, am 22. April, 20.15 Uhr, Pro7)