Daniel Brühl: "Es ist eine der tollsten Rollen, die ich je gespielt habe"

Am Set in Budapest: Daniel Brühl (39) und GOLDENE KAMERA-Redakteurin Anke Hofmann.
Am Set in Budapest: Daniel Brühl (39) und GOLDENE KAMERA-Redakteurin Anke Hofmann.
Exklusiv im Interview: Daniel Brühl, Hauptdarsteller der neuen Netflix-Serie "The Alienist - Die Einkreisung".

Wenn ein deutscher Schauspieler in einer US-Serie eine Hauptrolle ergattert, hat er alles richtig gemacht. Daniel Brühl gehört zu den glücklichen Stars, die sich auch über den großen Teich hinweg einen Namen gemacht haben. Seine neue Serie "The Alienist - Die Einkreisung" (alle zehn Folgen, ab dem 19. April im Stream von Netflix) verspricht erstklassige Unterhaltung. Er spielt einen Psychologen, der im späten 19. Jahrhundert in New York einen Kindsmörder jagt. GOLDENE KAMERA traf Daniel Brühl am Set in Budapest.

Trailer: ""The Alienist - Die Einkreisung"

Ein deutscher Schauspieler in der Hauptrolle einer amerikanischen Serie. Wie hart haben Sie für diese Rolle gekämpft?

Diese Figur war ein absolutes Privileg. Der Roman von Caleb Carr war hypnotisierend, und das Drehbuch faszinierend. Dass sie mich überhaupt für diese Rolle in Betracht zogen, haute mich schon um. Ich habe sofort Ja gesagt, aber dann musste ich darauf warten, dass sie sich auch für mich entscheiden. Laszlo Kreizler ist eine der tollsten Rollen, die ich je gespielt habe.

Was macht diese Rolle so interessant?

Die Serie spielt sich im Schmelztiegel New York im Jahre 1896 ab. Alle Figuren sind unheimlich interessant, nicht nur meine. Ich spiele einen Pionier der forensischen Psychologie, der zusammen mit der ersten Frau bei der Polizei (Dakohta Fanning), einem Journalisten (Luke Evans) und Polizeipräsident Theodore Roosevelt (Brian Geraghty) – der später zum US-Präsidenten wird - einen Serienkiller jagt.

Wie haben Sie sich auf diese Rolle vorbereitet? Hilft es, das Sie mit einer Psychologin (Felicitas Rombold) verheiratet sind?

Ja, das war ziemlich nützlich. Meine Frau hat mir mit dieser Rolle sehr helfen können, vor allem weil sie mich erst einmal zur Psychotherapie geschickt hat. Ansonsten habe ich sehr viel von Freud und Jung gelesen, um mich auf diese Rolle vorzubereiten.

Wie war Budapest als Drehort?

Ich habe mich in Budapest sehr zu Hause gefühlt, weil die Stadt mich sehr an Berlin erinnert. Es ist faszinierend, wie grandios und wunderschön und gut präserviert diese Stadt ist. Budapest ist voller Leben mit vielen jungen Menschen und neuen Restaurants und Bars und Galerien und Geschäften. Man kann wirklich die neu wachsende Energie spüren.

Kann man Ihre Figur Laszlo Kreizler mit Sherlock Holmes vergleichen?

Es gibt sicherlich Aspekte meiner Figur, die an Sherlock Holmes erinnern. Aber als ich das Drehbuch las habe ich mich wieder wie 12 gefühlt, als ich mit einer Taschenlampe unter der Bettdecke Edgar Allan Poe las. Oder den großartigen deutschen Autor E.T.A. Hoffmann. Und die Serie hat natürlich auch einen Hauch von "Jekyll and Hyde" und "Jack the Ripper."

In unserer Bildergalerie sehen Sie erste Bilder der Serie: