Neue "Captain Future"-Filme bei Netflix?

Captain Future in einem Concept-Art der Produktionsfirma Wiedemann & Berg von 2015, realisiert in Zusammenarbeit mit Syrreal Entertainment.
Captain Future in einem Concept-Art der Produktionsfirma Wiedemann & Berg von 2015, realisiert in Zusammenarbeit mit Syrreal Entertainment.
Foto: Syrreal Entertainment
Autor und Regisseur Christian Alvart ("Dogs of Belin") verrät GOLDENE KAMERA seine Pläne für eine Filmtrilogie über den Weltraumhelden .

Cooles Raumschiff, futuristische Musik und eine Crew, zu der ein fliegendes Gehirn gehört: Für viele junge TV-Zuschauer in den 1980ern war Captain Future einer der größten Helden überhaupt. In der gleichnamigen japanischen Animationsserie, die ab 1980 im ZDF lief, erlebte Captain Future spannende Weltraumabenteuer und traf dabei bizarre Aliens – manchmal auch mit seiner Laserpistole.

Noch immer hat Future in Deutschland zahlreiche Fans. Einer davon ist Christian Alvart. Seit längerem plant der deutsche Regisseur und Autor (u.a. "Abgeschnitten", "Steig.Nicht.Aus!“) eine Realfilm-Adaption. Doch vor allem eine komplizierte Rechtelage hat das Vorhaben immer wieder verzögert. Jetzt verriet Alvart, dessen eigene Netflix-Serie „Dogs of Berlin“ am 7.12. startet, den neuesten Stand des Comebacks des legendären Raumschiff-Kapitäns.

Alle Lizenzrechte an „Captain Future“ gesichert

Für „Captain Future“ sind drei verschiedene Lizenzrechte erforderlich: die der Romanvorlagen des US-Autors Edmund Hamilton, die der Animationsserie und die der markanten deutschen Musik von Christian Bruhn. Inzwischen habe er alle Rechte beisammen, bestätigt Christian Alvart im Gespräch mit GOLDENE KAMERA. Vor allem mit den japanischen Produzenten der Animationsserie habe Alvart lange verhandelt, damit seine Verfilmung die kreativen Designs der Serie verwenden darf.

Captain Future Concept-Art Trailer

Inzwischen gehe es nur noch um die Finanzierung des Films. Ist sie gesichert, kann der Dreh Ende 2019 beginnen. Gedreht werden soll mit einer internationalen Besetzung in englischer Sprache. „Es gibt Pläne für eine Trilogie“, verrät Alvart. „Der erste Teil soll eine klassische Origin-Story sein. Ob der Film im Kino oder bei einer Streamingplattform läuft, steht noch nicht fest.“ Zu Netflix hat Alvart durch „Dogs of Berlin“ inzwischen beste Verbindungen.

Quirin Berg über die "Captain Future"-Neuverfilmung

Vor „Captain Future“ widmet sich Alvart allerdings noch einem anderen Projekt: Er will den Spätwestern „Django Lives“ inszenieren, der im Jahr 1914 spielt. Die Hauptrolle übernimmt – wie schon im allerersten „Djano“-Film von 1966 – der Italiener Franco Nero (76). Geplanter Drehbeginn ist im Mai 2019.