"Stranger Things"-Star Millie Bobby Brown: "Ich bin neidisch, nicht in den 80ern aufgewachsen zu sein"

In der 3. Staffel des Netflix-Straßenfegers "Stranger Things" brilliert Millie Bobby Brown wieder in ihrer Paraderolle als telekinetischer Teenie. Wir sprachen mit ihr über die neuen Folgen, romantisches Neuland und ihre Begeisterung für die 1980er Jahre.

Sie gehört zu Hollywoods Schauspielentdeckungen der letzten Jahre. Die in Spanien geborene Engländerin Millie Bobby Brown sorgte 2016 als telekinetischer Teenager namens Eleven für weltweites Aufsehen und stahl danach als menschlicher Monster-Co-Star "Godzilla II: King of the Monsters" die Show. Jetzt kehrt die 15-Jährige In "Stranger Things"-Staffel 3 (ab 4. Juli bei Netflix) mit ihrer Paraderolle in ihre geliebten 80er Jahre zurück und darf sich erstmals auch von ihrer romantischen Seite zeigen - obwohl sie privat ganz andere Vorlieben hat...

Millie Bobby Brown über "Stranger Things"-Staffel 3

Darum geht's in "Stranger Things"-Staffel 3

Ein Jahr nachdem Eleven (Millie Bobby Brown) das Tor zur Schattenwelt schließen konnte, bereiten sich die Einwohner der beschaulichen US-Kleinstadt Hawkins 1985 auf einen Jahrhundertsommer vor. Doch das Böse aus der Paralleldimension kann sich eines neuen Menschenwirts bemächtigen und stellt die Freundschaft von Eleven, Mike (Finn Woflhard), Dustin (Gaten Matarazzo), Will (Noah Schnapp), Lucas (Caleb McLaughlin) und Max (Sadie Sink) auf eine neue harte Probe.

Finaler Trailer zur 3. Staffel von "Stranger Things"

Millie Bobby Brown über "Stranger Things"-Staffel 3

GOLDENE KAMERA: Das Thema der 3. Staffel lautet "Sommer der Liebe". Was bedeutet das für Eleven?

MILLIE BOBBY BROWN: Eleven hat in ihrem Leben dringend ein bisschen Glück und Liebe nötig, denn sie hat in den letzten beiden Staffel sehr viel durchgemacht. Ich selbst finde es cool, dass Eleven und Mike so verliebt ineinander sind. Sie sind wie füreinander geschaffen und ein total süßes Pärchen. Es macht Spaß, diese Seite von ihr zu spielen.

Hat sich Eleven also zu einem normalen Teenager entwickelt?

Ich bezweifele, dass Eleven wegen ihrer paranormalen Fähigkeiten je normal oder völlig menschlich sein wird. Aber in dieser Staffel kann sie mit diesen Fähigkeiten wenigstens ihren Spaß haben. Sie hat sich seit der ersten Staffel sehr verändert – vom schüchternen und gestörten Mädchen zu einem aufblühenden Teenager. Aber normal und außer Gefahr wird sie nie sein.

Apropos Gefahr: Was können sich die Fans von Staffel 3 erhoffen?

Diese Staffel ist erschreckender als die ersten beiden. Ich bekam schon beim Lesen des Drehbuchs eine Gänsehaut und beim Dreh bin ich vor Angst fast ausgeflippt. Zum Glück haben die Duffer-Brüder zum Auflockern auch Humor und Romantik in die Szenen eingebaut. Die Staffel bietet also mehr als Horror und Sci-Fi.

Die Handlung spielt jetzt 1985. Hast Du Dich inzwischen in die Welt der 80er eingelebt?

Und ob! Ich höre mir keine aktuelle Popmusik mehr an, sondern die Klassiker der 80er. Ich liebe vor allem David Bowie. Manchmal bin ich ein bisschen neidisch, dass ich nicht in den 80er Jahren aufgewachsen bin. Kinder hatten damals viel mehr Freiheit als heute. Selbst wenn ich keine Schauspielerin wäre, könnte ich mich nicht alleine aus dem Haus wagen, weil die Welt so gefährlich geworden ist. Aber in den 80ern spielten Kinder draußen, fuhren mit dem Fahrrad durch die Nachbarschaft und waren einfach sorgloser.

Vermisst du auch die Mode der 80er?

(lacht) Unsere Kostüme sind quietschbunt und sehen an uns aus wie Vorhänge. Also nicht wirklich!

Interview: Anke Hofmann