Die Legende kehrt zurück in „Star Trek: Picard“

Patrick Stewart freut sich über die Rückkehr zu seiner Paraderolle.
Patrick Stewart freut sich über die Rückkehr zu seiner Paraderolle.
Foto: CBS
Die Erwartungen an die neue Serie „Star Trek: Picard“ sind gewaltig, Sir Patrick Stewart nimmt es gelassen
Trailer: "Star Trek: Picard"

Der Applaus ist ohrenbetäubend, die Fans jubeln, als Sir Patrick Stewart die Bühne betritt. Wie zuvor schon bei den Comic Conventions in San Diego, Birmingham und Paris wird der mittlerweile 79-Jährige auch im italienischen Lucca gefeiert. Der integre Überheld aller Trekkies startet mit „Star Trek: Picard“ in Prime Videos unendliche Weiten (ab Fr, 24. Januar, 1. Staffel in 10 Folgen bei Amazon Prime) und fühlt sich geschmeichelt, dass die Serie nach seiner Figur und nicht nach einem Schiff benannt ist, wie er im Interview verrät.

Der Sternenflotten-Captain baut jetzt Wein an

Ein Novum, das die Stellung erahnen lässt, die seine Figur innehat. 32 Jahre nach dem ersten Auftritt in der Serie „Raumschiff Enterprise – Das Nächste Jahrhundert“ und 17 Jahre nach seinem letzten Filmabenteuer „Star Trek: Nemesis“ ist alles anders für Jean-Luc Picard. „Er baut Wein an, nennt seinen Hund ,Nummer eins‘ wie einst seinen Commander Riker – und er ist kein Sternenflotten-Captain, kein Admiral mehr“, erklärt Patrick Stewart. Der Shakespeare-Mime nimmt die Rückkehr zu seiner Paraderolle als „faszinierende Herausforderung, nachdem Jean-Luc und Patrick so lange nicht mehr miteinander gelebt haben“.

Eigentlich wollte Stewart auch nie wieder Picard sein. Erst als die Produzenten Alex Kurtzman („Star Trek“, 2009) und Akiva Goldsman und der mit einem Pulitzerpreis ausgezeichnete Autor Michael Chabon („Die unglaublichen Abenteuer von Kavalier und Clay“) ihm versprechen, „nicht die gleiche alte Leier“ zu fahren, willigt Stewart ein. In „Star Trek: Picard“ wird er von der jungen Dahj um Hilfe gebeten und bricht mit einem Trupp Underdogs auf, Romulanern und Borg die Stirn zu bieten. Dahinter steckt die klassische „Star Trek“-Botschaft: Eine friedliche Zukunft ist überall möglich.

„In erster Linie ist es unsere Aufgabe zu unterhalten“, meint Stewart. „Aber all unserer Arbeit liegt zu Grunde, dass wir den Weg zu einer anderen, einer besseren Welt aufzeigen.“ Eine Mission, für die man nicht mal zwingend ein Raumschiff braucht.