"Bibi und Tina"- der Kinoerfolg jetzt als Serie

Nach vier Kinofilmen bringt Regisseur Detlev Buck die Hexe Bibi Blocksberg und ihre beste Freundin Tina jetzt auch als Amazon-Prime-Serie groß raus. Am Startwochende gibt es die Folgen gratis.

Darauf haben nicht nur die Kids seit drei Jahren gewartet. Es wird wieder bunt und laut. Detlev Buck lässt die Hexe Bibi Blocksberg und ihre beste Freundin Tina erneut singen und über weite Felder galoppieren.

Die Serie "Bibi und Tina" startet am 3. April bei Prime Video. Bis zum 5. April kann jeder, auch ohne Premium-Mitgliedschaft, über seinen Amazon-Zugang die zehn rund 20 Minuten langen Folgen kostenlos streamen. Die farbenfrohen Bilder und die fröhliche Musik halten locker mit den Filmen mit. Lediglich die Schauspieler sind neu. GOLDENE KAMERA traf die Nachwuchsstars zum exklusiven Interview:

Die neuen "Bibi & Tina"-Stars im Interview
Die neuen "Bibi & Tina"-Stars im Interview

Darum geht's in "Bibi und Tina"

Endlich Ferien! Bibi Blocksberg (Katharina Hirschberg) freut sich auf sonnige Tage bei ihrer besten Freundin Tina (Harriet Herbig-Matten) auf dem Martinshof. Dort leben auch Tinas Bruder Holger (Richard Kreutz) und die Mutter Susanne (Franziska Weisz).

Noch bevor sie auf ihren Pferden Sabrina und Amadeus ausreiten können, stehen sie vor einem massiven Problem: Das Wasser auf dem Martinshof ist versiegt. Die Hitze ist unerträglich und die Feriengäste reisen ab. In ihrer Not bitten sie Graf Falko von Falkenstein (Holger Stockhaus) um Hilfe. Leider steht der Graf nach ein bisschen Zauberei zunächst regungslos da.

Sein Sohn, Tinas Freund Alexander von Falkenstein (Benjamin Weygand) macht derweil ein Praktikum beim Radiosender. Dort trifft er auf singende Meerjungfrauen und entdeckt den Singer-Songwriter Chico (Christoph Moreno). Bibi, Tina und Alex freunden sich mit dem Spanier an. Doch der Junge scheint etwas zu verheimlichen. Zudem wirbelt er Bibis Gefühle gehörig durcheinander.

Als die Geldsorgen auf dem Hof immer größer werden, taucht plötzlich Kim Win Win (Julia Strowski) mit einer Lösung auf: Sie möchte die Koppel kaufen. Werden Susanne und Graf von Falkenstein das Angebot annehmen?

"Bibi und Tina" -Die Serie

Hintergrund

2017 kam der letzte Teil ("Bibi und Tina: Tohuwabohu total!") der erfolgreichen Reihe (über sechs Millionen Zuschauer) ins Kino. Seitdem konnten die Fans lediglich die Zeichentrickserie verfolgen, eines der 97 Hörspiele hören, die Bücher lesen, zu den deutschlandweiten Musical-Aufführungen gehen oder die Filme Zuhause gucken - was, wie die Charts der Streaminganbieter regelmäßig zeigen, auch noch oft passiert.

Eine Fortsetzung kam nicht in Frage - schließlich waren die Schauspielerinnen Lina Larissa Stahl und Lisa-Marie Koroll mittlerweile zu alt. Doch um dieses umsatzstarke Franchise fortzuführen, liefert Amazon Prime jetzt eine Lösung. Der Streaminganbieter nennt es die "Live-Action-Serie". Der Hype geht also weiter und die Serie wird in über 200 Ländern abrufbar sein.

Autorin Bettina Börgerding, die Musiker Peter Plate und Ulf Leo Sommer (deren Soundtrack "Bibi & Tina: Mädchen gegen Jungs" Platz 1 der deutschen Albumcharts erreichte) sowie Regisseur Detlev Buck waren bereits bei den Filmen mit am Werk und setzten mit der Serie ihre Arbeit fort.

Buck kennt Tina-Darstellerin Harriet Herbig-Matten aus dem Kinofilm "Das Pubertier - der Film". Während sie darin die Hauptrolle übernahm, spielte er nur einen Nebenpart. Julia Strowski (Rolle: Kim Win Win) und Christoph Moreno (Rolle: Chico) standen bereits gemeinsam für die Serie "Das Wichtigste im Leben" vor der Kamera. Richard Kreutz (Rolle: Holger) drehte "Familie Dr. Kleist" und "Get Lucky – Sex verändert alles". Ansonsten ist es für fast alle Kinderdarsteller ihre erste richtige Rolle.

Franziska Weisz (Rolle: Susanne Martin), die hier mit einem Soloauftritt auch ihr Gesangstalent unter Beweis stellt, kennen die Zuschauer vor allem neben Wotan Wilke Möhring als Hamburger "Tatort"-Kommissarin. Die Österreicherin war zuletzt in "Ich war noch niemals in New York" und "Der Taucher" im Kino zu sehen.

GOLDENE KAMERA TV-Tipp, weil…

Gerade jetzt, wenn die Kinder so viel Zeit Zuhause verbringen, können die Eltern ihnen mit dieser Serie eine Freude machen. Duschende Pferde, ein Huhn mit Schal gegen Halsschmerzen oder ein Pony das Fernsehen guckt - das macht nicht nur den Kleinsten Spaß.

Wie schon die Kinoreihe setzt die Serie auf bunte Bilder und fröhliche Musik. Die Handlung tritt dabei oft in den Hintergrund, wird aber, wie auch die Filme, von Folge zu Folge erwachsener und ernster. Der Slapstick nimmt mit der Zeit ab.

Wichtige Themen wie Gleichberechtigung, Klimawandel, Familienzusammenhalt, Social Media-Sucht oder Tierschutz werden oft leider nur angerissen und verlieren sich dann im Mix der farbenfrohen Inszenierungen und Musik. In jeder Folge gibt es einen Ohrwurm. Der Song "36 Grad" (im Original von "2Raumwohnung", hier von den beiden Bibi und Tina-Darstellerinnen gesungen) bleibt einem nach der ersten Folge noch lange im Gedächtnis.

Die Schauspieler stehen den Kinodarstellern in nichts nach. Selbst Katharina Hirschberg, die hier ihr Debut feiert, kann als Bibi Blocksberg vollends überzeugen. Einziges Manko der Serie: Die erste Staffel endet mit einem gewaltigen Cliffhanger. Das Warten auf die zweite Staffel dürfte den Kids also sauer aufstoßen...