Alleinerziehend als tragikomischer Albtraum: Die neue Joyn-Serie "MaPa"

"MaPa" läuft ab dem 16. April bein Joyn.
"MaPa" läuft ab dem 16. April bein Joyn.
Foto: Joyn
In der sechsteiligen Miniserie "MaPa" (ab dem 16. April bei Joyn) muss sich ein Vater nach dem Tod seiner Partnerin allein um die gemeinsame Tochter kümmern - und gerät dabei an seine Grenzen.

Was passiert, wenn plötzlich die Lebenspartnerin tot ist und man als 32-Jähriger plötzlich alleinerziehender, völlig überforderter Vater eines sechsmonatigen Babys ist? In genau dieser Situation befindet sich Metin Müller (Max Mauff, "Victoria"). Als Zuschauer lacht und weint man mit Metin, wie er versucht sein Leben wieder in den Griff zu bekommen und die Extremsituation dauerhaft zu bewältigen, ohne täglich einem Nervenzusammenbruch zu erliegen. In der gelungenen "Sadcom", die vom RBB co-produziert wurde, sorgen statt platten Gags reale Situationskomik und ernsthaft-komische Dialoge für die nicht seltenen Lacher.

In den sechs berührend-absurden Episoden werden die großen Fragen des Lebens gestellt werden: Was ist eigentlich dieser moderne Mann? Kann der Papa auch die Mama sein? Und wie zur Hölle schaffen Eltern das eigentlich alles?

Darum geht's in "MaPa"

Vater Metin Müller (Max Mauff) muss sich nach dem Tod seiner Freundin allein um Tochter Lene kümmern. Mehr schlecht als recht schlägt er sich durch den Alltag als Alleinerziehender und muss dabei unter anderem mit seiner schrägen Mutter, der nervigen Nachbarin und einer üblen Lebensmittelvergiftung klarkommen. In eingespielten Rückblicke erfährt der Zuschauer, wie chaotisch und gleichzeit innig die einstige Beziehung zwischen Metin und seiner verstorbenen Freundin Emma (Lia von Blarer) verlief. "Du bist wie deine Mutter, die hat mir auch immer nur Scheiße geschenkt", sagt Metin an seinem Geburtstag zu seiner kleinen Tochter, während er ihre prallgefüllte Windel entsorgen muss.

Trailer: "MaPa"

Serien-Schöpfer Alex Lindh ist selbst nicht alleinerziehend, hatte aber eine alleinerziehende Mutter und fragte sich nach seinem ersten Urlaub mit Kind: Wie hat sie das eigentlich alles geschafft? Er fühlte sich schon mit seiner Partnerin völlig überfordert. Die "MaPa"-Macher sind stolz darauf, die vielleicht erste deutsche Sadcom geschaffen zu haben, die sich an amerikanischen Vorbildern wie "Fleabag" oder "After Life" orientiert. "Alleinerziehende Elternteile sind ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft. Sie wollen wir mit einer authentischen und emotionalen Geschichte in den Mittelpunkt rücken. Genau deshalb fühlt sich 'MaPa' so echt an und trifft mitten ins Herz", erklärt Katja Hofem, Co-Geschäftsführerin Joyn.

Vier Babys beim Dreh im Einsatz

Neben Max Mauf gehören Lia von Blarer, Lina Wendler, Maryam Zaree und Bastian Reiber zum fein ausgewählten Cast. Den Part von Lene spielen gleich vier verschiedene Babys. Dass Kinder in dem Alter allein das tun, wonach ihnen ist, war für den Dreh nicht ohne. "Die größte Herausforderung ist es, es niemals persönlich zu nehmen", erinnert sich Max Mauff an die Dreharbeiten in Berlin.

GOLDENE KAMERA Serien-Tipp, weil...

"MaPa" zeigt mit feinem Humor, welch glücklichen Momente der komplizierte und anstrengende Alltag von Alleinerziehenden haben kann. Mal witzig, mal ironisch, dann wieder traurig oder saukomisch - echt gutes Comedy-TV, das den Zuschauer auf allen Ebenen emotional berührt. Regisseur Jano Ben Chaabane und die Autoren Alexander Lindh, Laura Bull, Jano Ben Chaabane, Luisa Hardenberg, Daniel Hendler und Donna Sharpe haben einfach einen guten Job gemacht.

Alle sechs Folgen von "MaPa" sind ab Donnerstag (16. April) bei Joyn+ abrufbar. Wer kein Joyn-Abo hat, kann das Streamingangebot von ProSiebenSat.1 einen Monat inklusive "MaPa" kostenlos testen.

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