Die wahre ESC-Alternative: Neuer Netflix-Film "The Story of Fire Saga"

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Will Ferrell und Rachel McAdams treten in der Netflix-Komödie "The Story of Fire Saga" als isländische Band beim ESC an. Im Interview erzählt das Duo, wie sie zu Fans der Show wurden.

Es hätte alles so perfekt gepasst: Der Eurovision Song Contest (ESC), der für Mitte Mai in Rotterdam geplant war, wäre in den USA auf Netflix abrufbar gewesen. Als ideale Begleitung hatte der Streamingdienst eine schräge, starbesetzte Eurovisions-Comedy produziert. Denn auch in den Vereinigten Staaten wird die Musikshow verfolgt – mit immer größerem Interesse und einiger Verwunderung über die teils sonderbaren Auftritte. Das Coronavirus bedeutete für den ESC 2020 bekanntlich das Aus, aber zumindest die Komödie "Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga" ist ab dem 26. Juni 2020 bei Netflix zu sehen.

Trailer zu "Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga"

Netflix-Film von Will Ferrell

Hinter der ESC-Parodie steckt US-Comedian Will Ferrell, ein bekennender Fan des Wettbewerbs: „Seit sechs Jahren besuche ich den ESC. Und vor vier Jahren haben wir angefangen, mit den Organisatoren über unsere Filmidee zu reden, um ihre Erlaubnis zu bekommen“, sagt der 52-Jährige, der mit der schwedischen Schauspielerin Viveca Paulin verheiratet ist.

Auf einer Reise in ihre Heimat entdeckte Ferrell 1999 den Contest für sich: „Ich hatte keine Ahnung, was der ESC ist, bis der Cousin meiner Frau vorschlug, ihn anzuschauen. Die folgenden drei Stunden waren das verrückteste Programm, das ich je gesehen habe!“, erinnert sich Ferrell und lacht. Schnell war die Idee zu einer Komödie geboren: „Ich finde es unglaublich, dass vorher niemand auf die Idee gekommen war.“

Hervorragender Cast

Ferrell schrieb am Drehbuch mit und spielt die Hauptrolle: den isländischen Junggesellen Lars Erickssong, der durch turbulente Ereignisse seinen Kindheitstraum verwirklichen kann, beim ESC anzutreten. "Der Film ist eine liebenswerte Loser-Story, denn unsere Figuren bekommen nur wegen eines Unglücks einen Platz in dem Liederwettbewerb und sind total unqualifiziert. Aber inmitten dieser verrückten Eurovision-Welt entdecken sie, dass Gewinnen nicht Alles ist, sondern dass man sich als Künstler treu bleiben sollte."

Einige minder originelle Gags überstrahlt mühelos die Spielfreude von Ferrell und Kollegen. Allen voran Rachel McAdams als Sigrit, Lars’ elfengläubige, naturverbundene Freundin aus Kindheitstagen, die mit ihm das Duo Fire Saga bildet.

Aber auch Pierce Brosnan als Lars’ spröder Vater Erick, ein Fischer, der in seinem Sohn einen Nichtsnutz sieht, sowie Dan Stevens als schmieriger russischer Eurovision-Star, der sich für unwiderstehlich hält.

Hübscher Zufall: Auch beim realen Contest spielte Island eine besondere Rolle. Der diesjährige Vertreter Daði Freyr wurde als großer Favorit gehandelt. Sehr gut möglich, dass er seiner Nation zum ersten Sieg in der ESC-Geschichte verholfen hätte.

„Volcano Man“ aus „Eurovision Song Contest: The Story Of Fire Saga“