"Neues aus der Welt" mit Tom Hanks und Helena Zengel

Altstar Tom Hanks mit Newcomerin Helena Zengel in "Neues aus der Welt"
Altstar Tom Hanks mit Newcomerin Helena Zengel in "Neues aus der Welt"
Faszinierendes Duo: „Neues aus der Welt“ (ab dem 10. Februar bei Netflix) vereint mit Helena Zengel und Tom Hanks Hollywood- und Nachwuchsstar.

Eine gespaltene Nation. Angst vor einer Pandemie. Rassismus, Propaganda und Fake News. Das klingt wie aktuelle Schlagzeilen aus den USA. Aber der Western „Neues aus der Welt“ von Paul Greengrass („Captain Phillips“) spielt 1870.

Trailer zu "Neues aus der Welt"

Darum geht's in „Neues aus der Welt“

Der Netflix-Film basiert auf dem Roman „News of the World“ von Paulette Jiles und erzählt von Captain Jefferson Kyle Kidd (gespielt von Tom Hanks), der nach dem Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs durchs Land reist, um Menschen in abgelegenen Städten Nachrichten über die Tuberkulose, aber auch über die Eisenbahn und andere neue Technologien zu bringen.

In Texas stößt er auf Johanna (Helena Zengel), ein Mädchen, das sechs Jahre lang bei den Kiowa aufwuchs und das nun zurück zu ihren Verwandten gebracht werden soll.

Ein Licht in der Dunkelheit

Als Ex-Journalist und Dokumentarfilmer fühlte Greengrass sich von diesem Stoff sofort angesprochen: „Kidd ist für mich wie ein wandernder Prediger. Er bringt den Menschen Hoffnung mit dem Erzählen von Geschichten. Damals gab es noch kein Radio, keinen Fernseher und keine sozialen Medien. Wie vor 150 Jahren leben wir heute wieder in einer Zeit, in der Wahrheiten zu Lügen und Lügen zu Wahrheiten verdreht werden. Meine Absicht war es, dem Zuschauer ein Licht in einer dunklen Welt zu schenken.“

Tom Hanks’ Begeisterung für Captain Kidd entstand aus seiner Liebe zur Geschichte und seiner fast „naiven Vorstellung, was Nachrichten und Journalismus sein könnten: nicht nur Unterhaltung, sondern Bildung und Aufklärung. Meine Figur bringt Menschen eine Stunde lang zusammen, um ihnen zu erzählen, was sich in der Welt abspielt.“

Dass sich „Neues aus der Welt“ dabei so politisch aktuell anfühlt, ist Zufall. „Wir haben den Film vor Covid-19 und dem Zirkus um die US-Wahl gedreht. Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Realität einem Film anpasst“, sagt der Star.

Helena Zengel nominiert für einen Golden Globe

Die große Überraschung dieses ungewöhnlichen Westerns ist jedoch nicht Tom Hanks – ihn kennt die Welt in der Rolle des anständigen Kerls. Es ist vielmehr die jetzt 12-jährige Berlinerin Helena Zengel, die als Problemkind in „Systemsprenger“ (Netflix) für Furore sorgte und nun für ihre Rolle in „Neues aus der Welt“ als Nebendarstellerin für einen Golden Globe nominiert wurde.

„Ich hatte mich auf eine monatelange Suche, das Vorsprechen von Hunderten Talenten und die Qual der Wahl vorbereitet, dann wurde ich auf ‚Systemsprenger’ aufmerksam. Als ich Helena sah, löste sich das Problem ganz von allein“, erklärt Regisseur Paul Greengrass.

In 53 Drehtagen in den Wäldern und Bergen um Santa Fe wurden aus den ungleichen Filmpartnern Freunde. „Wir mailen uns immer noch“, berichtet Hanks. Und Helena erzählt: „Wir schicken uns Fotos und reden, was wir so machen und wie es uns geht.“ Neues aus ihrer Welt eben.