"LOL: Last One Laughing": Wer lacht, fliegt raus!

"LOL – Last One Laughing"
"LOL – Last One Laughing"
Foto: 2021 Amazon.com, Inc. or its affiliates
Bully Herbig spielt Comedy-„Big Brother“ und lässt in „LOL: Last One Laughing“ (ab Donnerstag, 1. April im Angebot von Amazon Prime) zehn Stars um Fassung ringen.

Wir werden alle krank“, fürchtet Carolin Kebekus („heute-show“). „Ich bin innerlich verbrannt“, sagt Torsten Sträter („Extra 3“). Sich partout das Lachen verkneifen zu müssen, „war auch körperlich Schwerstarbeit“, weiß Entertainerin Barbara Schöneberger. Denn das Konzept der Comedyshow „LOL: Last One Laughing“ lautet: bloß nicht kichern oder grinsen. Sogar schmunzeln ist schon riskant. Das herrlich anarchische Reality-Format war bereits in Japan und zuletzt in Australien ein Hit, jetzt schickt Amazon Prime zehn deutsche Humorprofis sechs Stunden lang in den gnadenlosen Lachk(r)ampf.

Bully präsentiert: Last One Laughing

Mehr als 40 Kameras – in jeder Ecke, sogar im Kühlschrank – überwachen das Happening in der Studio-„Arena“. Michael Bully Herbig (GOLDENE KAMERA 2005) fungiert in seiner Kommandozentrale hinter einer Bücherwand als Schiedsrichter und schlägt auf den Buzzer, sobald ein Mundwinkel zuckt. Ein Aussetzer geht noch durch, beim zweiten Mal war’s das.

Wer vor den Kameras zuletzt lacht, gewinnt 50.000 Euro Spendengeld für einen guten Zweck. Dafür nehmen die tapferen Kandidaten den Albtraum jedes Komikers auf sich: Man macht einen Witz, und keiner lacht! „Zu wissen, dass da jeden Moment jemand platzt, hat einen unglaublichen Unterhaltungswert“ so Bully Herbig im Interview. Für ihn war der Job „ein Geschenk, weil ich in der ersten Reihe sitzen und diesen Leuten beim Performen zuschauen durfte. Ich habe wirklich Tränen gelacht.“ Dem Zuschauer geht es bei allem Mitgefühl für die Qualen der Kandidaten genauso. Um die Konkurrenten zu triezen, ist nämlich alles erlaubt: Jeder darf Kostüme und Requisiten einsetzen, ob aus dem eigenen Koffer oder dem „Locker Room“, wo Perücken und Scherzartikel bereitliegen. Wer einen Auftritt hinlegen will, gibt per Gong das Signal.

Barbara Schöneberger hatte sogar einen Leierkasten dabei, der dann aber gar nicht zum Einsatz kam. „Ich war noch nie an einer Show beteiligt, in der so viele Hochkaräter aus dem komischen Bereich auf einem Haufen waren. Jedes Mal, wenn der Gong ertönte – der Gong zur Schlachtbank! –, habe ich in eine Tomate gebissen oder mir die Tasse vors Gesicht gehalten. Da konnte ich nicht um die Ecke kommen und ein Lied singen.“ Absoluter Angstgegner war übrigens Mirco Nontschew, nicht nur für seinen einstigen „RTL Samstag Nacht“-Kollegen Wigald Boning. „Ich muss schon lachen, wenn ich nur Mircos Gesicht sehe!“, gesteht Schöneberger.

Gemein: Wenn wieder ein Rivale fliegt, lässt der Druck keineswegs nach. Denn Gastgeber Bully Herbig kann jederzeit Überraschungsgäste oder bereits ausgeschiedene Mitstreiter als Showacts ins Spiel bringen. Da „LOL“ in über 200 Ländern zur Verfügung steht, muss der Spaß auch international funktionieren. „Da habe ich mich schon gefragt, wie unser improvisierter Wahnsinn mit zehn völlig unterschiedlichen Humortypen wohl ankommt, noch dazu mit Untertiteln“, erzählt Herbig. „Aber die Reaktionen bisher waren bombastisch. Das Lustigste sind einfach die verkrampften Blicke! Dieser Kampf, ernst zu bleiben erschließt sich auf der ganzen Welt.“