"Haus des Geldes": Der große Showdown

Bella ciao: Zum Start der kriegerischen letzten Staffel von „Haus des Geldes“ sprechen die Macher über große Verluste und mögliche Spin-offs.

Zu Beginn der fünften und finalen Staffel der spanischen Erfolgsserie sieht es nicht gut aus für die Antihelden aus „Haus des Geldes“ (Ab Freitag, 3. September im Streaming-Angebot von Netflix).

Trailer: "Haus des Geldes" (Staffel 5)

Darum geht's in der finalen Staffel von "Haus des Geldes"

Der geniale Professor (Álvaro Morte) und seine Gang haben die spanische Zentralbank in Madrid überfallen. Nach über hundert Stunden im Innern des Golddepots wird es eng für die Banditen, die sich alle nach Weltmetropolen benannt haben. Der Professor wird von der mittlerweile entlassenen Inspectora Alicia Sierra (Najwa Nimri) in seiner Schaltzentrale außer Gefecht gesetzt und hat zum ersten Mal keinen genialen Fluchtplan. In der Bank haben die Geiseln unter Führung von Arturo (Enrique Arce) die Waffen der Gangster erobert und scheuen sich nicht, sie zu benutzen, um sich zu befreien. Und vor den Toren des Geldinstituts machen sich Spezialeinheiten der Armee mit Raketenwerfern, Granatwerfern und Maschinengewehren bereit zum Angriff. Alle Zeichen stehen auf Krieg!

Hintergrund

„In den Korridoren der Bank zählt jetzt jeder Meter“, sagt Drehbuchautor Javier Gómez Santander im Gespräch mit GOLDENE KAMERA.

Der Tod von Publikumsliebling Nairobi steckt der Gang noch in den Knochen – aber sie schöpfen daraus auch Energie: „Nairobi ist weiter sehr präsent, manchmal sprechen sie immer noch über sie. Sie befeuert den Kampfgeist in dieser letzten Staffel“, sagt Regisseur und Executive Producer Jesús Colmenar. Schon zuvor hatte die Serie mit dem Ableben geliebter Charaktere wie Moskau und Oslo das Publikum überrascht. Aus Sicht der Macher gibt es dafür gute Gründe. „Ohne Tote würde sich beim Zuschauer ein Gefühl wie beim A-Team einstellen: Egal was auch immer passiert, niemand wird sterben. Das würde automatisch die Spannung senken“, sagt Colmenar. So aber bleibt die Spannung hoch. Auch weil die vielen Fans – seit Start der Serie haben mehr als 190 Millionen Haushalte mindestens eine Folge auf Netflix gesehen – wegen der durch Corona verlängerten Produktionszeit lange auf neue Folgen warten mussten. Nun geht es endlich weiter, wenn auch nicht in einem Rutsch: Staffel fünf wird in zwei Hälften mit je fünf Episoden ab 3. September und 3. Dezember bei Netflix gezeigt.

„Aufgrund der Pandemie haben wir alle Deadlines gerissen, aber wir wollten, dass die Leute im September zumindest den Anfang sehen können“, erklärt Autor Santander. „Diese Zweiteilung funktioniert auch gut fürs Drehbuch, denn nach der eher kriegerischen ersten Hälfte sind die letzten Episoden im Dezember viel emotionaler und arbeiten die Charaktere stärker heraus.“

Neue Jobs für die Serienstars

Und was kommt danach? Viele Zuschauer könnten sich ein Spin-off oder die Vorgeschichte des Professors vorstellen. Die Macher eher nicht: „Ein Prequel über den Professor ist bereits in ,Haus des Geldes‘ enthalten“, gibt Regisseur Colmenar zu bedenken. „Und wenn man ein Spin-off macht, muss es um ein völlig anderes Universum gehen, man muss den Fokus ganz anders legen“, ergänzt Serienschöpfer Álex Pina. „Unter diesen Voraussetzungen könnte man ein Spin-off über jede der Figuren machen.“ Klingt, als hätte ein Serienableger nicht die höchste Priorität.

Einige der Stars haben inzwischen ohnehin andere attraktive Rollen ergattert. So lief der US-Actioner „Snake Eyes: G.I. Joe Origins“ mit Tokio-Darstellerin Úrsula Corberó bereits im Kino an. Und der „Professor“ Álvaro Morte soll noch 2021 in der spanischen Amazon-Serie „Boundless“ als Entdecker Juan Sebastián Elcano zu sehen sein, der vor 500 Jahren mit Ferdinand Magellan zu einer epischen Weltreise aufbrach.