"Atomic Blonde" Charlize Theron: "Ich liebe Berlin!"

Hollywoods neue Action-Ikone: Als "Atomic Blonde" erklärt Oscar-Gewinnerin Charlize Theron (41) ihre Liebe zum Genre-Kino und zum Drehort Berlin.
Hollywoods neue Action-Ikone: Als "Atomic Blonde" erklärt Oscar-Gewinnerin Charlize Theron (41) ihre Liebe zum Genre-Kino und zum Drehort Berlin.
Foto: © Theo Kingma
In der TV-Premiere "Atomic Blonde" lässt Hollywood-Star Charlize Theron ihre Muskeln und Reize spielen. Wir trafen die Oscar- Preisträgerin 2017 im Rahmen der Kino-PR zum Interview.

Wir kennen Charlize Theron als Oscar-prämiertes "Monster" (2004) und als apokalyptische Amazone Furiosa im Endzeit-Blockbuster "Mad Max: Fury Road". Doch so tough wie in der Comic-Verfilmung "Atomic Blonde", in der sie die MI6-Agentin Lorraine Broughton spielt, die im Berlin des Jahres 1989 ohne Rücksicht auf Verluste nach einer in die falschen Hände geratenen Liste mit Agenten-Namen sucht, haben wir die 44-jährige Südafrikanerin noch nicht gesehen: Mo, 28. Oktober, 22.15 Uhr im ZDF.

Was Charlize Theron an der Rolle der knallharten Geheimagentin so gereizt hat und warum ihr Herz schon lange für die deutsche Hauptstadt schlägt, verrät die Preisträgerin der GOLDENEN KAMERA 2006 im Interview.

Charlize Theron im Interview

GOLDENE KAMERA: "Atomic Blonde" hat zwei coole Hauptfiguren: Sie und Berlin. Steckt in Ihnen eine Berlinerin?

CHARLIZE THERON: Ich liebe Berlin! Diese Stadt ist eine meiner Top 5 Städte in Europa. Sie ist nicht nur wunderschön, sondern auch die sich am schnellsten verändernde Stadt, die ich kenne. Ich verbringe unheimlich gerne meine Zeit in Berlin. Ich habe schon sehr oft hier gearbeitet, und ich liebe die Menschen, das Essen und die Kultur. Berlin als historischer Schauplatz gibt diesem Film mehr Gewicht und Realität, denn 1989 stand tatsächlich sehr viel auf dem Spiel. Die ganze Welt blickte auf diese Stadt und das damalige politische Klima inspirierte sehr viele Filme und Songs.

Charlize Theron als Action-Queen ist nichts Neues. Aber in "Atomic Blonde" haben Sie sich selbst übertroffen...

(lacht) Ich suche immer nach einer neuen Herausforderung. Mich hat es schon immer fasziniert, wie Hong Kong-Filmemacher Action in die Handlung verarbeiten, statt Action nur der Action zuliebe einzusetzen. Und genau das hat mich an "Atomic Blonde" gereizt. Dank meines Trainings als Balletttänzerin ist mein Körper ziemlich abgehärtet, aber diese Actionszenen erforderten Bewegungen und Verrenkungen von mir, die ich nie für möglich gehalten hätte. Am Anfang kam ich morgens kaum aus dem Bett, weil mir jeder Muskel weh tat. Meine Kinder haben mich ständig ausgelach