Diese DDR-Stars blieben auch nach der Wende erfolgreich

Wir stellen die ehemaligen TV-Stars aus dem Osten Deutschlands vor, die auch 30 Jahre nach dem Mauerfall immer noch eine ganz große Rolle im deutschen Film & Fernsehen spielen.

Viele DEFA-Stars von einst sind zum Teil schon über drei Jahrzehnten im Geschäft. Und noch immer sehen wir sie regelmäßig in TV-Filmen und Serien. Zum Beispiel Henry Hübchen, der in der TV-Komödie "Bingo im Kopf" (Fr, 25. Oktober, 20.15 Uhr im Ersten) an der Seite von Pasquale Aleardi einen mit allen Wassern gewaschenen Schlager-Manager spielt. Eine typische Rolle für den 72jährigen Hübchen, einer der profiliertesten Schauspieler der DDR, der nach der Wende in zahlreichen Rollen in Kino & TV zu sehen war. Für seine Rolle in der Komödie "Alles auf Zucker" wurde er 2005 mit dem deutschen Filmpreis ausgezeichnet.

Vielen ehemaligen DEFA-Stars eilt der Ruf besonderer Qualität voraus – was wohl an der anspruchsvollen Ausbildung liegt, die die meisten DDR-Schauspieler genossen haben. Die Ernst-Busch Schauspielschule in Berlin oder die Hans-Otto-Theaterschule in Leipzig (heute Schauspielinstitut Hans Otto an der HMT Leipzig) haben bis heute einen exzellenten Ruf.

Götz Schubert, der an der Ernst Busch Schauspielschule gelernt hat und schon in der DDR vor der Kamera stand, verriet im Interview mit GOLDENE KAMERA, warum die Absolventen so erfolgreich sind: "Es ist der Beleg für eine besonders gute Ausbildung. Viele, die auch noch gut ausgebildet wurden, sind auch am Theater. Es sind einfach gute Schaupieler." Zu ihnen gehören Claudia Michelsen, Dagmar Manzel und Uwe Kockisch. Schubert erklärt aber auch die Schattenseite: "Nach der Wende war so viel möglich. Ich kenne aber auch andere Biographien, die abgestürzt sind."

Galerie: DDR-Stars im "West-Fernsehen"