Iris Berben ist "Hanne": Neues TV-Drama von Dominik Graf

Unsere zweifache GOLDENE KAMERA-Preisträgerin Iris Berben spielt im TV-Drama "Hanne" (18. September, 20.15 Uhr, Das Erste) eine Frau am Rande des Abgrunds.

Kaum zu glauben, dass diese beiden Branchengrößen noch nie zuvor zusammengearbeitet haben: Zum allerersten Mal stand unsere zweifache GOLDENE KAMERA-Preisträgerin Iris Berben (1998 und 2004) mit dem vielfach preisgekrönten Regisseur Dominik Graf ("Im Angesicht des Verbrechens") in Wilhelmshaven und Berlin vor der Kamera. Entstanden ist ein Film, der zwischen Panik und heftiger Lebenslust pendelt.

Darum geht's in "Hanne"

30 Jahre lang war war Hanne Dürsen (Iris Berben) der Fels in der Brandung ihrer Firma. kaum im Ruhestand fällt aber ihre perfekte Welt in sich zusammen: Bei einer Routineuntersuchung erfährt sie, dass der Verdacht auf eine schwere Erkrankung besteht. Grund: erhöhte Leukozytenwerte. Die endgültige Diagnose, die über Leben und Tod entscheidet, erhält sie jedoch erst am folgenden Montag.

Hanne entschließt sich, niemandem etwas zu sagen und das Wochenende in einer fremden Stadt zu verbringen - allein mit sich und ihrer Angst. Ziellos lässt sie sich treiben und hat Begegnungen, zu denen es sonst nie gekommen wäre. So trifft sie zum Beispiel ihre Studentenliebe Heiner (Herbert Knaup) wieder, freundet sich mit der lebensfrohen Dessousverkäuferin Uli (Petra Kleinert) an, erfährt von ihrem Sohn Tim (Trystan Pütter, "Ku’damm"), dass sie Großmutter wird und lernt sogar Lasterfahren sowie Hühnerrupfen.

Doch der Gedanke an Montag lässt sie nicht los - und hin- und hergerissen zwischen panischer Angst und nie gekannter Lust auf Abenteuer droht sie die Kontrolle zu verlieren. Kurz: Sie lässt sich treiben, macht alles genau so, wie sie es sonst niemals täte ...

Seine Premiere feierte der Film im März 2018 auf dem Filmfest in München. Drehbuchautorin Beate Langmaack ("Die Konfirmation") und Regisseur Dominik Graf haben "Hanne" ganz auf Iris Berben zugeschnitten. Das Drama wirkt wie eine Hommage an "Cléo – Mittwoch zwischen 5 und 7" von 1962, dem zweiten Film der Ende März verstorbenen Regisseurin Agnès Varda. An der Seite von Iris Berben spielen neben Herbert Knaup und Petra Kleinert, Trystan Pütter (Tim) und Jörg Gudzuhn (Hagü).

TV-Tipp, weil...

Hannes innerer Kampf ist, auch besonders Dank der schauspielerischen Leistung von Iris Berben, stets zum Greifen nahe spürbar. Wut, Verzweiflung, Hoffnung: Iris Berben zeigt alle Nuancen einer starken Frau, die um ihr Leben bangt.