Alptraum Kindesentführung: "Polizeiruf 110: Das Beste für mein Kind"

In ihrem vierten gemeinsamen Fall werden die Frankfurter Kommissare Olga Lenski (Maria Simon) und Adam Raczek (Lucas Gregorowicz) mit einer deutsch-polnischen Familentragödie konfrontiert.

Die "Polizeiruf"-Kommissarin Olga Lenski gehört zu den Paraderollen der GOLDENEN KAMERA-Preisträgerin Maria Simon. Am 3. Dezember (20.15 Uhr, Das Erste) ist sie bereits zum 13. Mal im Einsatz und ermittelt mit ihrem polnischen Kollegen Adam Raczek (Lucas Gregorowicz) in einem Sachverhalt, der "das Schlimmste, was man sich vorstellen kann" darstellt – wie die 41-Jährige im Pressematerial zu "Polizeiruf 110: Das Beste für mein Kind" zu Protokoll bringt.

Darum geht's im "Polizeiruf 110: Das Beste für mein Kind"

Nur wenige Stunden nach seiner Entführung aus der Kinderstation eines Frankfurter Krankenhauses wird der sechs Monate alte Leon vor einer polnischen Klinik ausgesetzt. Kurz darauf findet man die Leiche des Entführers und die Kommissare Lenski (Maria Simon) und Raczek (Lucas Gregorowicz) stoßen bei ihren Ermittlungen auf ein kompliziertes Beziehungsgeflecht. Bei Sabine (Katharina Heyer) und Robert Hallmann (Tobias Oertel) handelt es sich um Adoptiveltern und Vater Robert hatte mit Leons leiblicher Mutter Anna (Agnieszka Grochowska) ein Verhältnis. Doch ein erneuter Vaterschaftstest beweist: Weder er noch Annas Ehemann Bartosz (Piotr Stramowski) sind mit Leon blutsverwandt...

Was ist das Besondere an diesem "Polizeiruf"?

In "Polizeiruf 110: Das Beste für mein Kind" bekommt das Publikum erstmals Raczeks Ehefrau Lydia zu Gesicht. Gespielt wird die selbstbewusste Schönheit von Julia-Maria Köhler, die sich die Macho-Allüren ihres Filmgatten nicht länger gefallen lassen will und dadurch Darsteller Lucas Gregorowicz schauspielerisch aus der emotionalen Reserve lockt.

GOKA-Wertung

Die neue "menschelnde" Seite des polnischen Macho-Fahnders Raczek fügt sich nahtlos in ein berührendes Familiendrama ein, das sich dank seiner Komplexität und starker Schauspielleistungen wohltuend vom üblichen Krimi-Einerlei abhebt und eine stimmige Eigendynamik entwickelt, in der die Ermittlungsarbeit trotzdem nicht zu kurz kommt. Aufwühlend und spannend zugleich.