Zwischen Wahn und Wirklichkeit: "Tatort: Dein Name sei Harbinger"

In ihrem sechsten gemeinsamen Fall suchen die Berliner "Tatort"-Ermittler Nina Rubin (Meret Becker) und Robert Karow (Mark Waschke) einen Serienmörder.

Am Ende ihres letzten Falls stand Hauptkommissarin Nina Rubin vor einer schweren Entscheidung: Würde sie mit ihrem Mann und den Kindern in die bayrische Provinz ziehen oder alleine in Berlin zurückbleiben? Sie entschied sich fürs Bleiben und ermittelt nun im "Tatort: Dein Name sei Harbinger" (10. Dezember, 20.15 Uhr, Das Erste) erstmalig losgelöst von (fast) allen privaten Nebenschauplätzen.

Darum geht's im "Tatort: Dein Name sei Harbinger"

Trailer zum "Tatort: Dein Name sei Harbinger"

Eine verbrannte Leiche am Stadtrand bringt Rubin und Karow auf die Spur von drei weiteren ungeklärten Todesfällen. Alle Opfer wurden in einer Berliner Klinik per In-Vitro-Fertilisation gezeugt, ebenso wie der Sohn der damaligen Klinikchefin Dr. Irene Wohlleben (Almut Zilcher) und ihrer Lebenspartnerin Hanneke Tietzsche (Eleonore Weisgerber). Stefan Wohlleben (Trystan Pütter) war in den 80er Jahren Berlins erstes Retortenbaby und hat nun die Leitung der Klinik von seinen Eltern übertragen bekommen.

Aber warum hat der psychisch kranke Werner Harbinger (Christoph Bach) als 16-Jähriger einen Anschlag auf die Klinikchefin verübt? Während Robert Karow versucht, ihn mit ungewöhnlichen Methoden zu befragen und sein Vertrauen zu gewinnen, macht Komissaranwärterin Anna Feil (Carolyn Genzkow) eine für sie unglaubliche Entdeckung. Und Nina Rubin beschäftigt am Rande der Ermittlungen eine handfeste Auseinandersetzung mit ihrem älteren Sohn Tolja (Jonas Hämmerle).

Making of zum "Tatort: Dein Name sei Harbinger"

Wer ist mit dabei?

Christoph Bach spielt die titelgebende Hauptfigur. Werner Harbinger leidet unter einer schizophrenen Psychose und ihm wohnt ein weiterverzweigtes Wahnsystem inne. Mit einer sehr apokalyptischen Weltsicht ist er für eine große Mission unterwegs. Christoph Bach übernimmt häufig die Rolle des Eigenbrötlers oder Outsiders - und verkörpert sie auch in diesem Fall gekonnt authentisch. Es ist seine zehnte Rolle in einem "Tatort".

Was ist das Besondere?

Regie führte Florian Baxmeyer ("Die Jagd nach dem Bernsteinzimmer"), der Stammregisseur des Bremer "Tatorts" ist: Seit 2009 war er für zwölf Folgen aus der Hansestadt verantwortlich. Kamerafrau Eva Katharina Bühler schafft es durch Perspektivwechsel, neue Seiten der Stadt Berlin zu zeigen und macht die Stadt mit zu einem Hauptakteur. Der Showdown spielt in einer Eisengießerei in Wilhelmsruh, die erstmals für Filmaufnahmen zur Verfügung stand.

GOKA-Wertung

Mit einem rasanten Intro zieht dieser Berliner "Tatort" die Zuschauer in seinen Bann. Mehrere Geschichten werden parallel erzählt - der Plot ist gelungen.