TV-Event der Woche: "Hit Mom - Mörderische Weihnachten"

"Hit Mom - Mörderische Weihnachten" (13. Dezember, 20.15 Uhr, Das Erste) hilft - mit viel schwarzem Humor - todessicher gegen den Winterblues.

Darum geht's in "Hit Mom - Mörderische Weihnachten"

Während Sohnemann Viktor (Anton Petzold) lethargisch vor der Glotze hängt und Gatte Falk (Kai Ivo Baulitz) seine Arbeitslosigkeit als Hausmann zelebriert, geht Hanni (Anneke Kim Sarnau, GOLDENE KAMERA Nachwuchspreis 2003) putzen. Eines Tages sieht sie einen Kerl, der in eindeutiger Absicht mit einer Axt auf eine alte Dame zusteuert. Kurzerhand greift sie ein und kommt dem Killer in die Quere. Der hat nun sie im Visier.

Doch weil die schwer schuftende Putzfrau geistesgegenwärtig reagiert und den Killer (Vincent Krüger) mit einem Spritzer Putzmittel außer Gefecht setzt, landet der im Koma. Nach einem unfreiwilligen Scharmützel mit dem potenziellen Opfer (Eva-Maria Kurz) kann sie sich auch noch seinen Lohn schnappen – und überlegt nun, in das offenkundig so viel lukrativere Gewerbe eines Auftragskillers zu wechseln. Denn was ist schon ein kleiner Mord, wenn er die Haushaltskasse aufbessert? Eben! Der Auftraggeber (Jürgen Tarrach) möchte nämlich, dass sie nun die Kohlen aus dem Feuer holt. Und so wird aus dem Hitman, dem Auftragskiller, die Hit Mom.

Erstklassiger Cast

Seit sieben Jahren drückt Anneke Kim Sarnau an der Seite von Charly Hübner als Rostocker Ermittlerduo Bukow und König der Erfolgsserie "Polizeiruf 110" ihren unverwechselbaren Stempel auf. In der Krimi-Komödie "Hit Mom" wechselt sie nun die Seiten und zeigt, dass sie auch als Mörderin einiges drauf hat. Mit Jürgen Tarrach, der hier den Auftraggeber mimt, spielte sie bereits in der Komödie von unserem vierfachen GOLDENE Kamera-Preisträger Hape Kerkeling (1991, 2005, 2012 und 2015) "Ein Mann, ein Fjord!" (2009) zusammen.

Regisseur Sebastian Marka hat bereits fünf Mal bei einem "Tatort" Regie geführt. Beim "Tatort: Der scheidende Schupo" bewies er bereits, dass er auch das Fach des komödiantischen Krimis beherrscht, aber mit "Hit Mom" geht er in puncto schwarzen Humor noch einen Schritt weiter - und dadurch macht der etwas anderen Weihnachtsfilm einfach Spaß.

GOKA-Wertung

Herrlich unkonventioneller und schwarzhumoriger Weihnachtsfilm. Ein schöner Kontrapunkt zu all den süßlichen Weihnachtskomödien, die eine akute "Jingle Bells"-Allergie auslösen können.

Muss ich sehen, weil...

...die weibliche Antwort auf Tomothy Olyphant alias "Hitman" todsicher gegen Wintertrübsinn hilft!

Für Fans von...

"Hitman" (2007) oder "Rare Exports – Eine Weihnachtsgeschichte" (2010)