Star der Woche: Thomas Sarbacher

Man kennt ihn aus TV-Krimis wie dem "Tatort" oder "Über die Grenze", in dem der 56-Jährige aktuell in der deutsch-französischen Grenzregion ermittelt: Schauspieler Thomas Sarbacher.

Der Darsteller mit den markanten Zügen, der häufig mit Robert De Niro verwechselt wird, ist regelmäßig in Fernsehfilmen zu sehen, in zahlreichen Krimi-Reihen übernimmt er Episoden-Hauptrollen, die Liste seiner Filmrollen ist lang. Er ist bereits in viele Figuren geschlüpft und spielte den Familienvater ("Die Welle", 2008), Häftling ("Underdogs, 2007), Liebhaber ("Im Meer der Lügen", 2008), Politiker ("Die Diplomatin", 2015), Wirtschaftsboss ("Lobbyistin") oder den eiskalten charmanten Mafioso wie in den "Bozen"-Krimis.

Aktuell ermittelt er als Kommissar einer deutsch-französischen Polizeieinheit im TV-Krimi "Über die Grenze - Gesetzlos" (14. Dezember, 20.15 Uhr, Das Erste). Eine spannende Rolle für den gebürtigen Hamburger, der mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern in Zürich lebt.

Erst spät kam er zur Schauspielerei

Thomas Saarbacher gehört zu den vielbeschäftigten Darstellern. Dabei hätte das Showbusiness fast ohne ihn auskommen müssen: Nach dem Abitur macht er auf Wunsch seines Vaters eine Banklehre, anschließend studiert er zweieinhalb Jahre, bricht aber sein Studium ab. Erst mit 26 Jahren beginnt er eine Ausbildung zum Schauspieler an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz. Als er die Hochschule nach erfolgreichem Abschluss verlässt, ist er fast 30.

Fünf Jahre lang gehört er zum Ensemble der Bremer Shakespeare Company, es folgen Auftritte an anderen Schauspielhäusern - und dann wird ihm 1998 seine erste TV-Rolle in der Komödie "Mammamia" angeboten. 2002 kommt der Durchbruch mit einer Serienhauptrolle: Für die Darstellung des charismatischen Kölner Hauptkommissars Matthias Steiner in der Serie "Der Elefant - Mord verjährt nie" wird er 2004 als Bester Schauspieler in einer Fernsehserie für den Deutschen Fernsehpreis nominiert - und wird einem breiteren Fernsehpublikum bekannt. In insgesamt 22 Folgen verkörperte er den Ermittler bis 2006.

Auch im Kino ganz groß

Das erste Mal im Kino ist er 2005 zu sehen, in dem Abenteuerfilm "Der Schatz des weißen Falken" spielt er den Vater von Jan, der von Wotan Wilke Möhring gespielt wird. 2008 wird er gleich für zwei Kinohauptrollen engagiert: "Underdogs" und "Die Welle". Auch in "Solness" (2015) agiert er als Hauptdarsteller und mimt einen Architekten in der Krise, dem sein Leben langsam aber sicher entgleitet. 2016 folgt eine Rolle in der Coming-of-Age-Story "Jonathan" und in diesem Jahr kam "Ostwind 3 - Aufbruch nach Ora" mit ihm als Ranch-Besitzer in die deutschen Kinos.

Neben seiner Film- und Fernseharbeit spielt Thomas Sarbacher weiterhin Theater und ist dort auch als Regisseur tätig. Anfang des Jahres spielt seine Frau im Sogar Theater in Zürich in dem Stück "Auf der Plaça del Diamant" unter seiner Regie.

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