Star der Woche: Jane Fonda feiert ihren 80. Geburtstag

GOLDENE KAMERA-Preisträgerin und Schauspielikone Jane Fonda feiert ihren 80. Geburtstag.

Sie ist die Grande Dame Hollywoods, die Frau, die sich zugleich als Sexsymbol und Charakterdarstellerin einen Namen gemacht hat. Aber sie ist auch eine Frau mit festen politischen Ansichten, eine Aktivistin und eine leidenschaftliche Sportlerin: Jane Seymour Fonda feiert am 21. Dezember ihren 80. Geburtstag. Dabei ist sie so vielfältig, wie ihr bisheriges Leben – eine Ikone, die sich ständig neu erfindet und sich nie auf ihrem Erfolg ausruht. Dafür wurde sie zu Recht dieses Jahr mit der GOLDENEN KAMERA für ihr Lebenswerk International geehrt.

Lebenswerk International 2017: Jane Fonda

Die Anfänge und Erfolge von Jane Fonda

Als in New York geborene, privilegierte Tochter der Filmlegende Henry Fonda versuchte sie sich zunächst als Fotomodell, bevor sie Lee Strasberg kennenlernte und von ihm persönlich im Schauspiel unterrichtet wurde. Ihr Leinwanddebüt feierte sie im Jahr 1960 in "Je länger, je lieber" und wurde 1962 mit ihrem ersten Golden Globe belohnt. Für ihre intensive Darstellung einer Prostituierten im Psychothriller "Klute" (1971) erhielt Jane Fonda ebenso einen Oscar wie für ihre Rolle als Ehefrau eines Vietnamsoldaten in "Coming Home" (1978) – abgesehen von fünf weiteren Nominierungen.

Die dunkle Vergangenheit der Jane Fonda

Drei mal schloss die heute alleinstehende Jane Fonda den Bund der Ehe, hat eine Tochter, einen Sohn und eine Adoptivtochter. Ihr Leben hatte aber auch Schattenseiten: Bereits mit zwölf Jahren musste Jane den Selbstmord ihrer Mutter verkraften. Im Interview mit Brie Larson für das Magazin "The Edit" sagt sie: Ich wurde vergewaltigt, als Kind sexuell missbraucht, gefeuert, weil ich nicht mit meinem Chef schlafen wollte und dachte immer, dass es meine Schuld sei, ich nicht das Richtige gesagt oder getan habe".

Für Frieden und Frauen aktiv

Trotzdem ist Jane Fonda stets mit Leidenschaft bei der Sache: In den 60ern engagierte sie sich gegen den Vietnamkrieg und ließ sich auf einer Flugabwehrkanone ablichten, was ihr den Beinamen "Hanoi Jane" einbrachte. In den 70ern regte sie mit ihrem Film "Das China Syndrom" (1979) die Diskussion über die Kernenergie an.

Und in den 80ern motivierte sie die gesamte Welt, sich sportlich zu betätigen. Ihre Fitnessvideos brachen 1984 alle Verkaufsrekorde der Videogeschichte, ihr erstes Sportbuch brachte ihr 50 Millionen Mark ein, sie gründete Aerobic-Salons und verkaufte erfolgreich eine eigene Sport-Kollektion.

Über die gesamten Jahrzehnte setzte sie sich stets für die Rechte der amerikanischen Ureinwohner, die Rechte der Afroamerikaner und die Rechte der Frauen ein. Anfang des Jahres demonstriert sie beim "Marsch der Frauen“ in Los Angeles gegen Präsident Donald Trump.

Dennoch blieb Zeit für große Kino-Produktionen. Egal ob als Sexsymbol in "Barbarella" (1968), als "Das Schwiegermonster" (2005), als Callgirl in "Klute" (1970) oder als Hippie-Mutter in "Love, Peace and Misunderstanding" (2012). Sie stand mit (fast) allen männlichen Schauspielgrößen vor der Kamera: u.a. neben Marlon Brando in "Ein Mann wird gejagt" (1966), neben Robert De Niro ("Stanley und Iris", 1989), neben Alain Delon in "Wie Raubkatzen" (1964) und immer wieder neben Robert Redford.

Dieses Jahr brachten die beiden den vierten gemeinsamen Film "Unsere Seelen bei Nacht" für Netflix raus. Ebenfalls für Netflix startete dieses Jahr die dritte Staffel der Serie "Grace & Frankie" über zwei alte Freundinnen, deren Ehemänner einander heiraten wollen. Auch wenn Jane selber sagt: "Ich habe nie geglaubt, so lange zu leben.", hoffen wir auf auch noch viele weitere Folgen der wunderbaren Serie und weitere Filme des großen Hollywoodstars.

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