Dschungelcamp 2018: Zietlow & Hartwich lästern sich warm

Sonja Zietlow und Daniel Hartwich moderieren das Dschungelcamp bei RTL.
Sonja Zietlow und Daniel Hartwich moderieren das Dschungelcamp bei RTL.
Foto: getty images
Die RTL-Moderatoren Sonja Zietlow (49) & Daniel Hartwich (39) sprechen im XXL-Exklusiv-Interview mit GOLDENE KAMERA über die größten Zicken, Boris Becker, Lena Meyer-Landrut, Kakerlaken und Maden, Misstrauen seitens RTL – und verraten, ob sie selbst für eine Million Euro ins Dschungelcamp gehen würden.

Schlechte Nachrichten für Australiens Kakerlaken! Ab dem 19. Januar 2018 werden etliche von ihnen wieder auf den Tellern von (voraussichtlich) einem Dutzend von der Boulevardpresse zu „Promis“ geadelten Sternchen aus Deutschland enden. Verfüttert werden sie in Staffel zwölf von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“.

GOLDENE KAMERA: Stellen Sie sich einmal vor, dass Sie so richtig pleite wären – und Ihnen RTL eine Million Euro spendierte, wenn Sie als Kandidat ins Camp zögen. Wie würden Sie sich entscheiden?

Sonja Zietlow: Ich würde reingehen!

Daniel Hartwich: Für eine Million Euro zwei Wochen in den Dschungel – also bitte!? Das käme vielleicht auf die jeweilige Situation an und was die Alternativen wären. Vielleicht würde ich darüber nachdenken, es auch nochmal mit ehrlicher Arbeit zu probieren.

Sonja Zietlow: Wenn das nicht ehrlich ist. Oder hättest du Angst ein Arsch zu sein?

Daniel Hartwich: Ich würde bei den Prüfungen einfach sagen: „Leute, ich bin nicht nur arm, ich bin auch ein bisschen zu dick.’ Woher kommt mir das nochmal bekannt vor, ein bisschen zu dick und arm? Weiß ich auch nicht. Jedenfalls wäre ich froh, wenn ich dann auch noch ein bisschen abnehmen könnte, insofern würde ich keine Prüfungen machen, sondern die ganze Zeit daliegen und dünner werden – und reich.

Sonja Zietlow: Und dann wärst du vor allem nur eine Woche da, weil du ganz schnell rausgewählt wirst bzw. nicht genug Anrufe bekommst.

Daniel Hartwich: Riesendeal!

Wie würden Sie sich vorbereiten, was würden Sie tun für den Fall, dass Sie ins Camp gingen?

Daniel Hartwich: Also ganz ehrlich, wenn ich wirklich ins Dschungel-Camp gehen würde als Kandidat, dann würde ich – so hart das jetzt klingt – mich die eine Woche, oder zumindest drei bis fünf Tage, davor schon nur von Reis und Bohnen ernähren und mir angewöhnen, möglichst viel zu trinken und meinen Stoffwechsel daraufhin trainieren, dass mir das vor Ort keine großen Probleme mehr macht. Und ich würde auf Salz, Alkohol, Rauchen, auf all diesen Kram verzichten. Damit man zumindest nicht dieses große körperliche Problem noch hat, wenn man da reingeht. So würde ich mich wahrscheinlich vorbereiten.

Sonja Zietlow: Man hat ja auch noch genug andere Probleme dort sitzen.

Daniel Hartwich: Als ersten Luxusartikel würde ich mir kaufen Ohrenstöpsel und als zweiten Luxusartikel Ohrenstöpsel.

Sonja Zietlow: Ich mir Ohrenstöpsel und ein Moskitonetz.

Daniel Hartwich: Gute Idee, Sonja, gute Idee!

Boris Becker wäre fast ins britische Dschungelcamp gegangen. Wäre „Bobbele“ auch ein guter RTL-Kandidat, Madenfutterer und Quotenbringer?

Sonja Zietlow: Ach ist er gar nicht ins britische Dschungelcamp gegangen?

Daniel Hartwich: Boris Becker hätte zumindest was Spannendes zu erzählen. Der Mann hat ja wirklich viel erlebt. Also klar. Er ist mein persönlicher Tennis-Held, insofern hätte ich ihn ehrlich gesagt ungern mit Kakerlaken gefüttert – aber mit Sicherheit wäre der ein guter Kandidat.

Sonja Zietlow: Mit seiner Frau Lilly gemeinsam. Die zwei wären bestimmt ein gutes Kandidatenpaar!

Daniel Hartwich: Noch zwei Jahre, Sonja, noch zwei Jahre.

Schnellfragerunde 1: Wen würden Sie lieber im Camp sehen…

...in der Kategorie „kreativste Krise der Karriere“: Sarah Lombardi oder Lena Meyer-Landrut?

Daniel Hartwich: Bei Lena Meyer-Landrut müsste man mittlerweile ziemlich genau hingucken, damit man sie überhaupt sieht. Sarah Lombardi – das ist ja keine theoretische Frage. Irgendwann wird das so kommen.

Sonja Zietlow: Was hat die zu erzählen?

Daniel Hartwich: Naja, wie das so war mit dem Pietro und dem Anderen.

in der Kategorie „Ehefrauen packen aus“: Lilli Becker oder Erol Sanders „Rosenkriegerin“ Caroline Goddet?

Sonja Zietlow: Lilly Becker.

Daniel Hartwich: Hat Lilly Becker nicht schon alles erzählt?

…in der Kategorie „Wutbürger“: „Wut-Veganer“ Attila Hildmann oder Ingo aus „Schwiegertochter gesucht“ der nach einer ausgefallenen Sendung medienwirksam auf Facebook ausrastete?

Sonja Zietlow: Kenne ich beide nicht.

Daniel Hartwich: Ich nehme Attila aus Schwiegertochter gesucht.

…in der Kategorie „medienaffine Kolleginnen“: die burschikose Bause, die integre Vera Int-Veen oder die luxuriöse Ludowig?

Sonja Zietlow: Die Vera Int-Veen! Da passiert einiges, das ist ein Energiebündel. Ich glaube, dass die einem auch auf den Nerv gehen kann.

Daniel Hartwich: Ich möchte es vorziehen, nicht über aktuelle RTL-Kolleginnen zu lästern. Ich warte bis sie den Sender gewechselt haben.

Sonja Zietlow: Nein. Sie hat so viel Energie und damit ist man manchmal überfordert.

Stichwort Dschungel-Zicken – wer sind Ihre „All-Time-Hero“ der Dschungel-Zicken?

Sonja Zietlow: Desiree Nick.

Daniel Hartwich: Ja, aber lass mal auch weibliche Kandidaten nennen. Ich muss wirklich sagen, dass ich das schwierig finde, jetzt im Nachhinein immer noch über die Leute zu lästern und zu sagen, wer eine Zicke war und wen ich doof fand. Die haben ja alle ihre Zeit im Camp gehabt und wir beide halten uns im Camp ja auch weiß Gott nicht damit zurück, die Kandidaten mit Häme und Spott zu übergießen. Irgendwie habe ich gar kein Bedürfnis noch nachzutreten oder zu sagen, wen ich doof finde. Deswegen kann ich gar nicht sagen, wer jetzt eine Riesenzicke war oder ist – Du Sonja?

Sonja Zietlow: Klar! Helena Fürst! Obwohl … die war gar nicht mal so zickig, die war einfach nur … Helena Fürst.

Daniel Hartwich: Also, wen man vielleicht mal nennen könnte wäre der Honey (Alexander „Honey“ Keen). Der findet das bestimmt gut, nochmal genannt zu werden. Honey, Honey, Honey!

Angeblich keuchen und fleuchen in der 12. Staffel Natascha Ochsenknecht, Matthias Mangiapane und Tatjana Gsell durch den Dschungel. Warum erfahren Sie die Namen der Teilnehmer selbst immer so spät, dass Sie in Interviews noch nichts darüber verraten können? Misstraut man Ihnen beim RTL?

Daniel Hartwich: Ich glaube, RTL vertraut uns nicht. Die denken, wenn die uns die Namen sagen, dass wir das der Presse erzählen. Wer mich kennt weiß, ich erzähle der Presse gar nichts – außer jetzt gerade. Aber das, was in der Regel durch die Presse geistert, stimmt dann meistens auch.

Sonja Zietlow: Also ganz früher war das immer so, dass wir das wirklich nicht wussten – und auch die Presse nicht. Dann sind wir ganz aufgeregt zu diesem besagten Meeting gegangen und haben gesagt: ‚Na dann fangt mal an’ und dann fiel der erste Name und dann der zweite – und das war dann noch ein spannendes Highlight, bis dann irgendwann die Namen langsam durchsickerten.

Daniel Hartwich: Das einzig spannende Highlight letztes Jahr war noch Nicole Mieth.

Sonja Zietlow: Wer?

Daniel Hartwich: Genau! Die ist bis zum Schluss eine Überraschung geblieben. Im Grunde könnten wir die wieder mitnehmen dieses Jahr.

Extremer und ekliger – so lassen sich die Dschungelprüfungen aus dem letzten Jahr am besten beschreiben. Und 2018?

Daniel Hartwich: Die Prüfungen erfahren wir auch erst bei diesem ominösen Meeting, bei dem wir uns in einem Hochsicherheitsraum zusammenschließen.

Welche Dschungelprüfungen liegen Ihnen eher – die actionreichen oder die Futterprüfungen?

Daniel Hartwich: Die actionreichen. Ich erinnere mich an diese wunderschöne Prüfung mit diesen Autos auf dem Parcours. Das finde ich persönlich schöner. Bei mir haben wir letztes Jahr mit dem Fisch-Augenausquetschen - bei Marc Terenzi und Hanka Rackwitz – die die Fischaugen mit dem Mund ausquetschen und den Inhalt danach trinken mussten – die absolute Grenze dessen, was ich aushalten kann, deutlich überschritten. Das ist für mich wirklich schwer zu ertragen.

Sonja Zietlow: Ich weiß noch, im Vorfeld habe ich gesagt: ‘Ja, mein Gott, da kommt vielleicht ein bisschen Wasser raus, was soll’s‘, als ich es dann aber gesehen habe und da jede Menge `Schlonze` rauskam, fand ich es auch recht widerlich. Bei den Essensprüfungen muss man dann immer wegriechen und wegschauen – aber nun gut, gehört dazu.“

Daniel Hartwich: Ansonsten finde ich Prüfungen, bei denen ganz viel Kreuch und Fleuch dabei ist auch nicht so geil, weil wir das natürlich auch abkriegen. Man denkt immer nur, die Kandidaten bekämen das ab, aber das sind Tiere – die laufen natürlich auch zu uns, wenn irgendwo etwas raus- oder runterfällt.

Sonja Zietlow: In meine Hose rein…

Daniel Hartwich: Ich habe auch schon eine Kakerlake in der Unterhose gehabt und bin wirklich am Hals und überall von grünen Ameisen zerbissen gewesen. Ich weiß genau wie sich das anfühlt, weil sich die Tiere natürlich nicht sagen: „Ach nee, die nicht – lass mal zu den Kandidaten gehen!“ Die kommen natürlich auch zu uns und deswegen bin ich auch immer froh, wenn es nicht zu sehr kreucht und fleucht.

Sonja Zietlow: Da bleiben jetzt aber auch nicht mehr so viele übrig. Ach doch, wenn die Kandidaten unter der Erde sind, ist das immer lustig. Wir müssen dann in so einen Monitor gucken oder versuchen zu gucken, was die da unten machen. Da kann man dann auch so tun, als würde man sie nicht hören und weggehen.

Schnellfragerunde 2: Wer war …

… Ihr absoluter Lieblingskandidat?

Daniel Hartwich: Joey Heindle, weil er echt und authentisch war und trotzdem unterhaltsam. Er konnte über sich lachen und man konnte über ihn lachen.

Sonja Zietlow: Larissa Marolt, weil ich über sie lachen konnte und sie auch über sich.

…die größte Nervensäge?

Sonja Zietlow: Hanka Rackwitz, ach nee wie heißt sie hier diese Fürst – Helena Fürst, der Shrimp, der Wirbellose.

Daniel Hartwich: Also Kader Loth hat mich – ach nee, hier diese, wie heißt sie noch, die Rothaarige, die drin war: Georgina Fleur! Die hat mich wirklich fast an den Rand gebracht. Das stimmt, die hat mich ein bisschen genervt.

… der bislang schlechteste Schauspieler im Camp?

Daniel Hartwich: Mathieu Carriére – Scherz! Mathieu Scherz!“

Sonja Zietlow: Carsten Spengemann!

Daniel Hartwich: Jay Khan!

Sonja Zietlow: Ouh ja, der war schlecht!

Daniel Hartwich: Honey war auch nicht besonders talentiert: „Ich kriege keine Luft! Ich kriege keine Luft!“ – auch nicht besonders gut gespielt.

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Dschungelcamp 2018": Diese Stars sind dabei!

Warum lohnt sich das Einschalten am 19. Januar 2018?

Sonja Zietlow: Weil es der Dschungel ist!

Daniel Hartwich: Ja eben!

Sonja Zietlow: Das guckt jeder!

Daniel Hartwich: Im Grunde muss man ja gar keine Werbung dafür machen. Ich glaube, man will das gucken, oder man will das nicht gucken. Das lohnt sich hoffentlich so, wie es sich die letzten Jahre immer gelohnt hat.

Sonja Zietlow: Der Dschungel ist der Dschungel, ist der Dschungel.

Daniel Hartwich: Ja. Vielen Dank Herr Otega.

Sonja Zietlow: Das ist unser Credo.

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