Die krasseste WG Deutschlands

Thore Schölermann und Jana Kilka praesentieren auf ProSieben die neue Show ,Get the F*ck out of my House'.
Thore Schölermann und Jana Kilka praesentieren auf ProSieben die neue Show ,Get the F*ck out of my House'.
Foto: ProSieben / Willi Weber
In der neuen ProSieben-Reality-Show „Get the F*ck out of My House“ zwängen sich 100 Menschen in ein Einfamilienhaus.

Neugierig werden in der Eifel die Gardinen zur Seite geschoben: Wochenlang parken Autos von Produktion und Sender in den Straßen des beschaulichen 1000-Seelen-Dorfes Satzvey. Und dann zieht eines Tages Anfang Mai 2017 dieser Tross durch die Nachbarschaft: 100 Menschen im Alter von 19 bis 82, die sich freiwillig für vier Wochen in ein Einfamilienhaus einsperren lassen! Sie hoffen auf ein wenig TV-Ruhm – der sicher nicht bis in die Feuilletons reichen wird, zumal die Sendung „Get the F*ck out of My House“ heißt – und die Gewinnsumme von 100 000 Euro, die derjenige erhält, der als Letzter das Haus verlässt.

34 Kameras beobachten das Zusammenleben der Bewohner rund um die Uhr. Wer einen Fuß vor die Tür setzt, scheidet aus. Platz ist in der kleinsten Hütte? Das gilt es in fünf Folgen der neuen Reality-Show zu beweisen, die bereits in den Niederlanden und Brasilien erfolgreich war.

Die besten Plätze sind begehrt

Nicht nur die Wohnfläche von 116 Quadratmetern, auch die Ausstattung des Hauses ist auf eine vierköpfige Familie zugeschnitten. Es gibt nur ein Bad mit WC und Dusche, eine Küche, vier Betten. Decken und Handtücher dürfen die Kandidaten nicht mitbringen, nur Kleidung, die in eine 45 Liter-Box passt, und einen Ein- Liter-Plastikbeutel mit Hygieneartikeln.

Die besten Plätze im Haus sind begehrt – und entsprechend chaotisch läuft der Einzug ab, die Haustür wird zum Nadelöhr: „Obwohl wir ihnen geraten haben, sich zurückzunehmen und sich nicht gegenseitig zu überrennen, sieht man in dieser Szene bereits, was die Leute für 100 000 Euro bereit sind zu tun – und wie sie ihre gute Erziehung vergessen“, sagt Thore Schölermann, der zusammen mit Jana Julie Kilka „Get the F*ck out of My House“ moderiert.

Jede Woche wird Hausboss gewählt

Auch privat sind die beiden ein Paar, sie lernten sich am Set der ARD-Soap „Verbotene Liebe“ kennen. „Das hat einen Riesenvorteil! Man kann sich Kritik direkt ins Gesicht sagen,was beim Fernsehen sonst vermieden wird. Und die Nächte in der Eifel haben uns noch mehr zusammengeschweißt“, sagt Kilka über den gemeinsamen TV-Job und lacht – anstatt nach Hause zu fahren, verfolgten sie selbst nach Feierabend noch im Regieraum bei Bier und Pizza vor den Bildschirmen, was live im Haus vor sich ging.

Die beiden sprechen von einer Ausnahmeproduktion, auch was ihre Arbeitsbedingungen in dem Haus betraf: „Du hast die Nähe gerochen und die Wärme gespürt. Wir haben da drin geschwitzt!“, sagt Schölermann. Immer wieder gesellten sich die Moderatoren für wichtige Entscheidungen zu den Bewohnern: In Spielen konnten die Kandidaten sich ein Budget für besondere Lebensmittel verdienen, und jede Woche mussten sie den sogenannten Hausboss wählen.

Kandidaten haben kaum Probleme mit Gewalt gelöst

Was die Bewohner erst nach der Kür des ersten Chefs erfuhren: Er erhält einen separaten Bereich mit eigenem Bad und eigenem Schlafzimmer! Konflikte waren damit vorprogrammiert, zumal der Hausboss am Ende seiner „Amtszeit“ die Kandidaten bestimmen muss, die das Haus mit sofortiger Wirkung verlassen sollen. Mit manchen Provokationen, die das Format vorsieht, ging die krasseste WG Deutschlands allerdings überraschend clever um, etwa beim streng rationierten Essen: Damit niemand zwei Portionen ergaunern konnte, wurde die Küche zur gesicherten Zone erklärt. Nacheinander wurden anhand der zuvor eingesammelten Namensschilder die Bewohner ausgerufen, die daraufhin zur Essensabholung die Küche betreten durften. „Ich bin so stolz auf unsere Kandidaten, dass sie sich so gut organisiert haben“, sagt Jana Julie Kilka. „Sie haben kaum Probleme mit Gewalt gelöst wie in der niederländischen Variante.“

Dennoch sei es auch zu Extremsituationen gekommen, in denen eingegriffen werden musste. Auf der Suche nach der besten Überlebenstrategie wuchsen einige Bewohner über sich hinaus, andere hielten sich mit Manipulationen über Wasser – ein Spektakel, wie es das idyllische Satzvey noch nicht gesehen hat. Die echten Hausbesitzer mussten nach den Dreharbeiten übrigens komplett renovieren.

Ab Donnerstag, 4. Januar, 20.15 Uhr, Pro Sieben: Get the F*ck out of My House