Star der Woche: Maxim Mehmet

Maxim Mehmet feiert in der ZDF-Samstagskrimireihe "Friesland" als Ermittler Henk Cassens Premiere und gibt einen ordentlich friesisch herben Einstand. Wir stellen den Schauspieler vor.

Als neuer Kollege Henk Cassens ermittelt Maxim Mehmet in seinem ersten Fall gemeinsam mit Streifenpolizistin Süher Özlügül (Sophie Dal) am Samstag, 13. Januar, um 20.15 Uhr im ZDF.

Dabei gerät der Kommissar gleich selbst in Bedrängnis: Er ist einer der vier, die, wie es der Brauch will, als "blauer Jan" verkleidet durch die Straßen von Leer ziehen und Frauen erschrecken. Als einer der Jans die Frauenbeauftragte der Stadt Gesa Dieken (Anna Grisebach) mit einer Walfänger-Harpune tötet, sorgt das für wenig Begeisterung unter den Kollegen. Das Verhältnis zu Süher könnte besser sein, war ihr Kommentar "Ich bin das Hirn, du die Uniform", auch ganz deutlich zeigt. Sie mag ihn (noch) nicht, aber das Publikum wird ihn auch für diese Darstellung feiern.

Mit Rollen in Unformen hat der 42-Jährige bereits gute Erfahrungen gemacht. Denn seine erste große Rolle bekam er in Leander Haußmanns Militärkomödie "NVA" (2005) angeboten, in der er den Unteroffizier Aurich spielte. Der Regisseur hatte damals seinen Jungdarstellern versprochen, dass dieser Film der Grundstein für eine große Karriere sein würde. Und so kam es dann auch: 2008 wurde Maxim Mehmet für seine Darstellung in "Fleisch ist mein Gemüse" als Newcomer im deutschen Filmbusiness gefeiert. Mit viel Feingefühl spielt er den Hamburger Komödianten Heinz Strunk in dessen autobiografischer Romanverfilmung. Einem breiten Publikum wurde er bekannt Träumer Philipp in der Fortsetzungskomödie "Männerherzen" (2009). Seine persönliche Lieblingsrolle war bisher die in dem Film "66/67", der 2009 im Kino lief. "Es war eine tolle Figur, weil sie sehr ambivalent war. Ich war Polizist und gleichzeitig Hooligan," verriet er in einem Interview mit der FAZ.

Sein Erfolg beim Publikum und Kritikern brachte ihm als Kriminaltechniker Wolfgang Menzel einen regelmäßigen Auftritt im Leipziger "Tatort" ein. Gemeinsam mit dem Ermittlerduo Keppler (Martin Wuttke) und Saalfeld (Simone Thomalla) arbeitete er in der Leipziger Mordkommission, die 2015 aufgelöst wurde. Im selben Jahr erhielt er für den ARD-Film "Männertreu" (2014) den Grimme-Preis. 2016 brillierte er im ZDF-Zweiteiler "Gotthard", der vom Schweizer Tunnelbau erzählt. 2017 war er in einer komödiantischen Rolle an der Seite von Carolin Kebekus in "Schatz, nimm du sie!" im Kino zu sehen. In der Crime-Serie "Culpa", die im Sommer 2017 beim Pay-TV-Sender 13th Street lief, spielte Maxim Mehmet die Episodenhauptrolle als Polizist, der Spaß am Töten gefunden hat.

"Culpa": Cast und Crew

Sein Handwerk hat der 42-Jährige allerdings erst spät erlernt. Mit Anfang 20 zog er nach Berlin, im Alter von 25 Jahren studierte er Schauspiel an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam. 2004 schloss er sein Studium erfolgreich ab. Davor gab es ein angebrochenes Studium der Theaterwissenschaften, ein Foto-Praktikum und ein Praktikum beim Film im Bereich der Aufnahmeleitung, auch ins Kultur-Management hat er reingeschnuppert. Dann gründete er mit Freunden eine freie Theatergruppe. Der Spaß dabei überzeugte ihn so sehr, dass er sich für den Beruf des Schauspielers entschied. Mittlerweile lebt der gebürtige Kasseler in Wien.

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