Star der Woche: Lisa Wagner

Unsere GOKA-Preisträgerin Lisa Wagner ist in ihrer Paraderolle als spröde gebrochene Kommissarin Heller einfach nicht zu toppen. Und auch sonst hat sie einiges drauf.

Als Winnie Heller ist Lisa Wagner Deutschlands schillerndste TV-Kommissarin. Seit 2013 ist sie in der Samstagsreihe "Kommissarin Heller" regelmäßig zu sehen. Für die Folge "Tod am Weiher" wird sie im selben Jahr mit dem Hessischen Fernsehpreis ausgezeichnet.

Ihren neuesten Fall "Vorsehung" zeigt das ZDF am Samstag, dem 20. Januar, um 20.15 Uhr. Darin kämpft die lakonisch-labile Kommissarin mit Visionen, in denen ihr Ex-Kollege Verhoeven, der eigentlich ausgeschiedene Hans-Jochen Wagner (inzwischen "Tatort"-Star im Ersten), wieder auftaucht. Auch sonst hat sie einiges wegzustecken: Sie hat einen jungen Mann erschossen, der im Drogenrausch eine Frau bedroht hat und dann wird auch noch ihre Therapeutin lebensgefährlich verletzt. Lisa Wagner liefert auch in ihrem achten Fall einen starken Auftritt ab.

Vielfach preisgekrönt

1979 kam Lisa Wagner in Kaiserslautern zur Welt. Sie studierte von 1999 bis 2003 an der Bayerischen Theaterakademie August Everding. Bereits während ihres zweiten Ausbildungsjahres bekam sie ein Engagement am Bayerischen Staatsschauspiel, wo sie bis 2011 blieb.

Seit 2006 arbeitet sie für Film und Fernsehen und spielt im preisgekrönten Ensemblefilm "Shoppen" ihre erste größere Rolle. 2011 wird dann ihr Jahr: Für ihre Rolle als Pflichtverteidigerin Regina Zimmer im "Tatort – Nie wieder frei sein" (2010) erhält sie den Darsteller-Sonderpreis des Deutschen Fernsehkrimipreises, den Grimme-Preis und den Bayerischer Fernsehpreis und avanciert zum Publikumsliebling. Es folgen Engagements in weiteren "Tatort"- und zwei "Polizeiruf 110"-Folgen.

2016 ist sie im ZDF-Dokudrama "Letzte Ausfahrt Gera - Acht Stunden mit Beate Zschäpe" als mutmaßliche NSU-Terroristin Beate Zschäpe zu sehen. In der Vorbereitung auf diese Rolle beobachtet sie Beate Zschäpe im Gerichtssaal, prägt sich deren Macken ein: wie sie das Haar nach hinten wirft, den Kopf zur Seite neigt und den Mund zu einem spöttischen Lächeln verzieht. Sie beherrscht die Mimik der Undurchschaubaren perfekt. Für diese großartige schauspielerische Leistung wird sie 2017 mit der GOLDENEN KAMERA geehrt.

Die Rolle der Kommissarin Heller scheint ihr auf den Leib geschneidert, denn sie toppt alles, was an Kommissarinnen im deutschen Fernsehen herumläuft. Regelmäßig fährt sie am Samstagabend den Quotensieg ein. Und ein Ende ist nicht in Sicht.

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