TV-Thriller "Das Joshua-Profil": Im Visier der Jäger

Was passiert, wenn Computer Verbrechen voraussagen? Der TV-Thriller "Das Joshua-Profil" nach Sebastian Fitzek gibt die Antwort.

Wer unter uns könnte zum Mörder werden? Lässt sich voraussagen, ob ein Mensch Verbrechen wie Kindesentführung oder sexuellen Missbrauch begeht, wenn man seine Persönlichkeit mithilfe von künstlicher Intelligenz analysiert? Das sind Schlüsselfragen in dem TV-Thriller "Das Joshua-Profil" (30. März, 20.15 Uhr, RTL) nach dem gleichnamigen Bestseller von Sebastian Fitzek (hier im Interview).

Darum geht's in "Das Joshua-Profil"

Der Film erzählt, wie der erfolglose Schriftsteller Max Rhode (Torben Liebrecht) ins Visier der neuartigen Precrime-Software "Joshua" gerät. Das Programm verdächtigt den bisher völlig unbescholtenen Mann, er könne schon bald zum Kriminellen werden. Zuerst wird Rhode unterstellt, seine Pflegetochter Jola (Lina Hüesker) sexuell zu missbrauchen. Als das Mädchen eines Tages spurlos verschwindet, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit – und für Rhode ein Kampf um Leben und Tod.

Vision einer düsteren Zukunft? Ganz und gar nicht, meint Autor Sebastian Fitzek. Der 46-Jährige im Gespräch mit GOLDENE KAMERA: "Programme, die alle möglichen Daten über uns sammeln und mithilfe von Algorithmen vorhersagen, wie wir uns verhalten, gibt es wirklich, und sie werden weltweit auch schon eingesetzt. Der Vorreiter dafür war 'Blue Crush' in den USA."

Eine Software macht Unschuldige zu Verbrechern

Aber auch bei uns könnte ein Szenario wie im Film sehr real werden. "In Deutschland gab und gibt es Testversuche. So verwendet etwa das LKA Bayern eine Software namens 'Precobs'." Fitzek zufolge basieren derartige Programme auf der Auswertung unzähliger Daten wie etwa den Verbrechensstatistiken vergangener Jahre: "Sie analysieren beispielsweise, wo häufiger eingebrochen oder randaliert wurde. Streifenwagen fahren dann nicht mehr nach dem Zufallsprinzip durch die Gegend, sondern können gezielt zu möglichen Brennpunkten geschickt werden, wo eben die errechnete Wahrscheinlichkeit einer bevorstehenden Straftat höher ist als anderswo."