Star der Woche: Sabin Tambrea

In "Ku'damm 59" und "Bella Block" glänzt Sabin Tambrea als Bösewicht. Doch unser Star der Woche kann so viel mehr, als nur den markanten Fiesling spielen.

In der vergangenen Woche war Sabin Tambrea im TV-Krimi "Neben der Spur" (in der ZDF-Mediathek) als einziger Zeuge zu sehen, am Samstag wechselt er die Seiten und macht Bella Block (Hannelore Hoger) das Leben schwer: In der Abschiedsfolge "Bella Block: Am Abgrund" (24. März, 20.15 Uhr, ZDF) ist er der dämonische Gegenspieler der Ermittlerin.

Und wer könnte das besser spielen, als der ruhig und geheimnisvoll wirkende Rumäne mit dem markanten Gesicht. Wie er im Interview mit GOKA-Reporter Mike Powelz verrät, ist dies seine erste Rolle, für die er ohne Casting engagiert wurde:

"Ku'damm 59"-Star Sabin Tambrea im Interview

Das Fiese liegt ihm

Kein Wunder, brilliert der 33-jährige Schauspieler doch in der Miniserie "Ku'damm 59" als Fabrikantensohn Joachim Franck. Nach dem Suizid seines Vater muss er das Unternehmen führen - und ist so gezwungen, seine Hoffnungen und Illusionen der Jugend zu begraben.

Nach den abscheulichen Taten, die er in der ersten Staffel "Ku'damm 56" beging - er vergewaltigte Monika Schöllack (Sonja Gerhardt) - versucht er nun, alles wieder gut zu machen. Ob ihm das gelingt, können Sie hier in der ZDF-Mediathek sehen.

Auch im Historiendrama "Das Geheimnis der Hebamme" spielte er den machtgierigen und intriganten Ritter Randolf, der weder vor Vergewaltigung noch Mord zurückschreckte. Im Kinofilm "Der Mann aus dem Eis" überzeugt er als stummer Steinzeitmensch neben Jürgen Vogel. Mit seinem Anführer greift er Ötzis Dorf an und tötet dessen Familie. In dem experimentellen Film wird kein Wort gesprochen, eine Herausforderung, der sich Tambrea gerne stellte.

Sabin Tambrea – mehr als nur ein Bösewicht!

Angst, auf die Rolle des Bösewichts festgelegt zu werden, hat er nicht. "Wenn mir nur noch solche Rollen angeboten werden sollten, lehne ich sie ab und warte einfach auf das nächste Angebot." Gut gewählt hat er dann allemal und war Weihnachten in einem Film zu sehen, den sich sogar seine Neffen ansehen können: Im Märchenfilm "Rübezahls Schatz" begeistert er als Geige spielender Berggeist Groß und Klein. Als Sohn zweier Orchestermusiker begann er bereits mit 4 Jahren seine Instrumentalausbildung auf der Violine, Bratsche und dem Klavier, was ihm bei dieser Rolle nur zu Gute kam.

Karriere als Violinist

Wenn nicht alles anders gekommen wäre, dann würde er wahrscheinlich heute wie auch seine Eltern Geige im Orchester spielen oder wie seine Schwester Unterricht geben. Mit drei Jahren floh er mit seiner Familie vor dem rumänischen Präsidenten Nicolae Ceaușescu nach Deutschland. Und bereits als 6 Jähriger feiert er sein Bühnendebüt als Solist im Kinderchor des Theaters Hagen, wo er von 1996 bis 2002 Mitglied des Ensemble war. In der Zwischenzeit gewann er sechs Mal als Violinist den Wettbewerb "Jugend musiziert".

Doch mit 18 entschied er sich für einen anderen Karriereweg und wendete sich von der Musik ab. Er hatte seine Leidenschaft fürs Schauspiel entdeckt. 2002 feierte er sein Bühnendebüt als Schauspieler mit "Winner and Loser" am Theater Hagen. Doch erst nach sieben Vorsprechen an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin wurde er 2006 angenommen. Bereits ein Jahr später bekam er seine erste Nebenrolle im Fernsehen "Disneys kurze Pause" (2007).

Als er 2010 die Schauspielschule verließ, dauerte es noch ein Jahr bis er sein Debüt als Filmschauspieler mit einer Nebenrolle in "Die Unsichtbare" (2011) feiern konnte. 2012 folgt dann der Durchbruch mit seiner ersten großen Hauptrolle als Ludwig II., für die er neben weiteren Auszeichnungen auch mit dem Bayerischen Filmpreis als bester Nachwuchsschauspieler geehrt wurde. Seine Größe, heute ist er 1,94 Meter groß, war für die Rolle des jugendlichen Königs optimal und stellte endlich bei einem Casting kein Hindernis mehr dar. Seitdem ist er nicht mehr aus der deutschen Film- und Fernsehlandschaft wegzudenken.

2013 folgt eine Rolle im Kriegsdrama "Das große Heft", 2015 verkörpert er im TV-Drama "Nackt unter Wölfen" einen SS-Untersturmführer. Die Rolle eines Handyvideo-Poeten übernimmt er im selben Jahr im Kino-Thriller "Ma folie". Eine Rolle, die auch sein Privatleben verändert, da er mit seiner Filmpartnerin Alice Dwyer seither glücklich - anders wie im Film - liiert ist. In "Strawberry Bubblegum" spielt er erneut gemeinsam mit seiner großen Liebe - ein Erfolg, auf ganzer Linie.

Nicht verpassen: Die besten Free-TV-Premieren der Woche

In der TV-Woche vom 19. bis 25. März geht es weiter mit der Miniserie "Ku'damm 59", ermittelt Hannelore Hoger zum letzten Mal als Bella Block und mit "Das Wetter in geschlossenen Räumen" zeigt Das Erste eine echte deutsche Filmperle.
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