Frischer Wind auf dem "Traumschiff": Barbara Wussow geht an Bord

Barbara Wussow heuert auf Deutschlands populärstem TV-Dampfer an. Ostersonntag ist die Schauspielerin in "Das Traumschiff: Malediven" zum ersten Mal zu sehen.

"Traumschiff" gesucht! Das war der Gedanke von Barbara Wussow, als sie auf den Kapverden ankam. Ihr erster Drehtag auf der "MS Amadea" stand bevor. Aber die Kapverden bestehen aus 15 Inseln. "Ich landete auf der falschen Insel, das Schiff wartete woanders." Und sie musste dringend an Bord: "In einem Fischerboot sind wir in der Nacht dem 'Traumschiff' hinterhergefahren."

Acht Stunden Schippern auf dem offenen Meer, dann folgte die nächste Prüfung für die Schauspielerin, die sich die Dreharbeiten gemütlicher vorgestellt hatte: "Aus einer Luke wurde eine Strickleiter heruntergelassen, mit der ich auf das Schiff klettern musste. Es war heftig." Eine filmreife Aktion, von der sich das Produktionsteam inspirieren ließ – Wussow kommt auch in der Folge unkonventionell an Bord.

Barbara Wussow als Hoteldirektorin

Barbara Wussow ist die neue Hauptdarstellerin in der TV-Reihe, für erst einmal zwei Jahre wurde sie verpflichtet. Nicht als direkte Nachfolgerin oder Ersatz von Heide Keller, wie sie betont. Keller ging Neujahr 2018 als Chefhostess Beatrice nach 36 Jahren in den Ruhestand, Wussow wird zu Ostern (1. April, 20.15 Uhr, ZDF) als Hoteldirektorin Hanna Liebhold eingeführt. "Man kann uns nicht vergleichen. Das wollen wir beide auch nicht. Wir spielen völlig verschiedene Rollen."

Als Hoteldirektorin hat sie die Crew unter sich und sorgt dafür, dass der Betrieb reibungslos läuft. Ein Schicksalsschlag führt sie von den Malediven, wo sie ein Luxusresort leitete, aufs Schiff: Ihr Lebensgefährte stirbt, sie sucht eine neue Herausforderung – eine klassische "Traumschiff"-Story: Liebe und Drama gehören wie Spannung und Humor zu den unverrückbaren Grundpfeilern der Reihe.

Auch wenn das Format aufgefrischt wurde, wie Wussow beobachtete: "Die Geschichten, die nun kommen, sind etwas moderner, flotter, die Bildsprache ist eine andere." Sie kann es beurteilen, denn die 57-Jährige hat eine "Traumschiff"-Vergangenheit: Zweimal, 1997 und 2004, spielte sie in Folgen mit. Die größte Veränderung bemerkte sie hinter den Kulissen: das Fehlen von Wolfgang Rademann (GOLDENE KAMERA 1983 und 2000). "Er war die Seele der Produktion." Der 2016 verstorbene Produzent sei immer gegenwärtig, wie Wussow auffiel: "Man redet ständig von ihm. Er hat das 'Traumschiff' in die Welt gesetzt – wie viele weitere schöne Sachen."

Romanze mit Sascha Hehn?

Auch sie profitierte von Rademann. Er verpflichtete sie 1984 als Lernschwester Elke für "Die Schwarzwaldklinik": der Karriereschub für die damals 23-Jährige. In der Serie führte die Tochter von Klausjürgen Wussow eine abwechslungsreiche Beziehung mit Sascha Hehn, die in der Hochzeit gipfelte. Nun spielt Hehn Kapitän Victor Burger, da wäre doch eine erneute Romanze möglich? "Im Moment nicht", sagt Wussow, "ich bin doch erst aufs Schiff gekommen. Wir flachsen, aber es gibt keine Flirtversuche. Ich weiß nicht, was sich ergeben wird."

So oder so hat die Frau ihr Glück gefunden. Wussow, die offen ausspricht, dass es für Schauspielerinnen über 50 schwierig sei, Rollen zu bekommen, ist happy über ihr Engagement: "Ich reise sehr gern, das Team ist wunderbar, ich treffe viele Kollegen. Es ist wie Heimkommen." Die Widrigkeiten des neuen Jobs fallen da nicht ins Gewicht. Die viermonatige Abwesenheit von der Familie bei Dreharbeiten überbrückt sie mit Videotelefonaten, Jetlag und Drehstress bekämpft sie mit Magnesium. Barbara Wussow und das "Traumschiff", da scheint etwas zusammenzuwachsen, was zusammengehört.

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