Tatort? Nein Danke!

Die Rolle als "Tatort"-Kommissar gilt hierzulande als "Ritterschlag" für TV-Schauspieler. Doch nicht alle potentiellen Kandidaten teilen diese Meinung und haben in der Vergangenheit dem Krimi-Flaggschiff der ARD eine Absage erteilt.

Wenn am Sonntag der "Tatort: Sonnenwende" im Ersten läuft (13, Mai, 20.15 Uhr) , werden Eva Löbau und Hans-Jochen Wagner ihren zweiten Fall als Schwarzwald-Team lösen – doch es hätte auch anders kommen können. Im Februar 2017 sagte Harald Schmidt kurz vor Beginn der Dreharbeiten zum neuen Schwarzwald-"Tatort" überraschend seine Rolle als Kriminaloberrat ab und sorgte für einen Eklat.

Galerie zum Tatort: Sonnenwede

Weit weniger bekannt ist dagegen, dass eigentlich Ulrich Noethen als Kommissar im Schwarzwald ermitteln sollte. Doch auch er machte einen Rückzieher und blieb lieber seiner Rolle als Psychiater Dr. Johannes Jessen in der ZDF-Reihe "Neben der Spur" treu.

Tatort-Absagen haben unterschiedliche Gründe

Diese "doppelte Watschen" für den Tatort ist eher ungewöhlich, doch abgesagt haben die Ermittler-Rolle beim Sonntags-Krimi im Ersten schon viele TV-Stars. Zu eindimensional, Terminprobleme, zu schwache Drehbücher – die Gründe für die Absagen sind unterschiedlich. Auch "Event-Kommissarin" Heike Makatsch hatte viele Vorbehalte und ließ sich nur auf einen Kompromiss ein. "Ich mache nicht zwei Tatorte pro Jahr, die es mir kaum mehr ermöglichen, andere Filme zu drehen. Und gleichzeitig freue ich mich, Teil zu sein von einer doch sehr facettenreichen, genrereichen „Tatort“-Familie, sagte Sie im Interview mit GOLDENE KAMERA.

Am Geld dürfte eine Absage dagegen in der Regel nicht liegen. Die Gagen für einen Tatort sollen zwischen 50.000 und 250.000 Euro pro Folge liegen. Doch einige Schauspieler lassen sich auch durch ein geregeltes Einkommen und den vermeintlichen Ruhm nicht verführen und lehnen den "TV-Ritterschlag" kategorisch ab. Wer dazu zählt und aus welchen Gründen sie abgelehnt haben, erfahren Sie in unserer Galerie oben!