Star der Woche: Rachel McAdams

Sie galt als die neue Julia Roberts. Auf Romanzen hat Rachel McAdams aber keine Lust mehr – nur auf Liebe.

Bekannt wurde sie als Hälfte eines Traumpaars: In "Wie ein einziger Tag" verzauberte Rachel McAdams Ryan Gosling und Millionen Fans. Dass sich die Romanze, die 2004 ihr großer Durchbruch wurde, auch privat fortsetzte – märchenhaft. Die Trennung von Gosling drei Jahre später war bislang die einzige Schlagzeile, die sie der Klatschpresse lieferte.

Die neue Julia Roberts

Trotzdem ist viel über die "neue Julia Roberts" geschrieben worden. Dieses Lachen! Und die schnuckligen Grübchen! Meistens war aber ihr Talent Thema – und ihre Konsequenz. 2006 schmiss das hofierte "It-Girl" ein Fotoshooting für "Vanity Fair", als sie vor Ort erfuhr, dass sie sich ausziehen sollte. Rachel McAdams feuerte ihre Agentin und verordnete sich eine Auszeit, die fast zwei Jahre dauern sollte. In dieser Zeit lehnte sie alle Angebote ab, darunter das Bond-Girl in "Ein Quantum Trost" und Pepper Potts in "Iron Man".

Robert Downey jr. brachte sie dafür aber als verführerische Meisterdiebin in "Sherlock Holmes" (2009) um den Verstand. Das Marvel Cinematic Universe enterte die Kanadierin 2016 dann auch: als Chirurgin in "Doctor Strange" (7. August, 20.15 Uhr, Sky Hits), ein feiner kleiner Part ohne Spezialeffekte. "Ich unterscheide nicht zwischen Haupt- und Nebenrollen. Ich gebe immer alles", sagt McAdams, die in ihrer Jugend beinahe Eiskunstläuferin geworden wäre.

Oscarnominierung für ihre Rolle in "Spotlight"

Aus dieser Zeit geblieben sind die hohen Ansprüche, aber eben nicht als Einzelkämpferin. Auch im Ensemble läuft sie zur Hochform auf, etwa als Zicke in Woody Allens Hit "Midnight in Paris" (2011), als mutige Anwältin in "A Most Wanted Man" (2014) oder als Polizistin in Staffel zwei von "True Detective" (2015). Und natürlich als sensible Reporterin: Für den Part in "Spotlight" (29. Juli, 20.15 Uhr, ProSieben) erhielt sie 2016 ihre erste Oscarnominierung, als beste Nebendarstellerin.

Für Aufsehen sorgte zuletzt die heftige Affäre mit Rachel Weisz im Drama "Disobedience" (ohne deutschen Starttermin). "Das waren die intensivsten Sexszenen, die ich je gedreht habe – besser als mit jedem Mann!", so McAdams. "Es ist aber kein Lesbenfilm, sondern eine Liebesgeschichte zweier Menschen, die zufällig beide Frauen sind. Ich bevorzuge kein Genre und probiere alles aus. Aber ich habe nun mal eine Schwäche für Lovestorys."

Was für sie gar nicht geht, ist Durchschnitt. Dass sich die 39-Jährige in nächster Zeit eher rar macht, liegt jedoch an einer ganz neuen Herausforderung: Seit April ist Rachel McAdams Mutter eines Sohnes. Diese Liebesgeschichte ist jetzt erst mal ein Fulltime-Job.