Star der Woche: Cate Blanchett

Von "Elizabeth" bis "Der Herr der Ringe" – Cate Blanchett hat sich in inhaltlich und künstlerisch anspruchsvollen Filmen einen Ruf als Charakterdarstellerin erarbeitet.

Elegant und grazil – nicht nur im Meisterwerk "Carol" (21. August, 22.45 Uhr im Ersten) glänzt Cate Blanchett mit Stil. Auch privat ist unser Star der Woche eine aparte Erscheinung, die zu recht mit zahllosen Auszeichnungen geehrt wurde. Besonders in "Carol" fesselt sie die Zuschauer mit ihrem stolzen Auftreten. Sie spielt eine New-Yorker-Society-Lady in den 50er Jahren, die sehr unglücklich mit ihrer Ehe ist und sich in eine Verkäuferin verliebt. Diese Rolle brachte ihr 2016 eine Oscar-Nominierung als Beste Hauptdarstellerin ein. Insgesamt darf sie schon über 70 Filmpreise ihr eigen nennen, darunter auch die GOLDENE KAMERA.

Mit Diadem in "Elizabeth" und "Der Herr der Ringe"

Kaum jemandem steht eine Krone so gut, wie Cate Blanchett: Mit noch nicht mal 30 Jahren zeigte sie 1998 in der Hauptrolle von "Elizabeth" als englische Königin wie sie stolz und charakterstark zugleich spielen kann. Die Kritiker überhäuften sie mit Lob, sie erhielt u.a. ihren ersten Golden Globe und eine erste Oscar-Nominierung. Auch für die Fortsetzung des opulent ausgeschmückten Historienfilms "Elizabeth – Das goldene Königreich" (2007) wird sie mit einer Oscar-Nominierung bedacht.

An ihren funkelnden blauen Augen und ihren anmutigen Gang kann man sich kaum sattsehen. Kein Wunder, dass sie häufig für Herrscher- oder Einzelkämpferrollen gecastet wird. In der "Der Herr der Ringe"- und "Der Hobbit"- Reihe trägt sie ebenfalls eine Krone: Sie verkörpert Galadriel, die Elbin-Herrin von Lothlórien.

2005 erhält sie dann ihren ersten Oscar als Beste Nebendarstellerin in "Aviator". Auch hier stellt sie eine elegante, historische Figur dar: Hollywoodlegende Katharine Hepburn.

Unvergessen ist ihre Rolle in "Blue Jasmine", eine feinen Dame, die alles verliert und bankkrott bei ihrer Schwester einziehen muss. Hier zeigt Blanchett erneut, was für ein besonderer Charakterdastellerin sie ist und wird 2014 mit dem Oscar als beste Hauptdarstellerin belohnt.

Cate Blanchett: die Anfänge

Dabei war am Anfang ihres Lebens überhaupt nicht mit einer Filmkarriere zu rechenen: Catherine Élise Blanchett wuchs als mittleres Kind einer Melbourner Lehrerin und eines texanischen Marineoffizier in Australien auf. Ihr Vater starb mit 40 Jahren an einem Herzinfarkt – da war Cate gerade mal zehn Jahre alt.

Ihre Karriere verdankt sie einem Urlaubsaufenthalt in Ägypten. Per Zufall trat sie dort als Tänzerin in einer lokalen Filmproduktion auf und leckte sofort Blut. Zurück in Australien schmiss sie ihr Uni-Studium und absolvierte stattdessen eine Ausbildung am National Institute of Dramatic Art, welche sie 1992 abschloss. Geoffrey Rush, selbst Oscar-Preisträger, sagt über sie: "Es gab bereits große Aufregung um Cate, als sie noch auf der Schauspielschule war." 1993 wird sie in Sydney zur besten Theaterschauspielerin gekürt.

Als ihr Konterfei auf eine australischen Briefmarke gedruckt wird, sagt sie: "Millionen von Australiern werden an mir schlecken und ich kann es nicht erwarten". Denn obwohl sie stets ein wenig geschliffen redet und auch die Ausstrahlung einer kühlen Blondine hat, so besitzt sie bei allem Anmut auch viel Sinn für Humor:

Video: Cate Blanchett Clips

Cate Blanchett privat

Seit über 20 Jahren ist sie mit dem Drehbuchautor Andrew Upton verheiratet. Gegenüber der Zeitschrift "Hello!" sagte sie: "Ich habe unglaubliches Glück, diesen intelligenten, großzügigen, risikofreudigen, stimulierenden Mann, mit dem ich verheiratet bin, getroffen zu haben". Die beiden haben drei Söhne: Dashiell John (*2001), Roman Robert (*2004) und Ignatius Martin (*2008), 2015 adoptierten sie zudem Tochter Edith Vivian Patricia (*2015).

Nächstes Jahr wird Cate Blanchett 50 Jahre – wächst da ihre Angst vor einer Karriere-Flaute? Dem "Harper’s Bazaar Magazine" erzählte sie: "Ich denke darüber auf einem existenziellen Level nach, aber auf einem Karriere-Level weigere ich mich. Es ist wichtig, diese Türen mit Karatetritten niederzureißen und neue Möglichkeiten zu kreieren, nicht nur für sich selbst, sondern auch für diejenigen, die nach einem kommen. Ich schiebe keine Panik auf dem Arbeitslevel." Das braucht sie auch nicht, wir sind davon überzeugt, dass sie mit zunehmendem Alter nur noch elegantere und größere Charakterrrollen spielen wird.

Hier der Trailer zu "Carol":

Trailer "Carol"