Das härteste Quiz aller Zeiten: "Ich weiß alles!"

Große Starbesetzung, schwere Fragen, kluge Kandidaten: Die neue Rateshow "Ich weiß alles!" verspricht extrem viel Spannung.

Diese drei stehen für geballte Showkompetenz: Im neuen Quizformat "Ich weiß alles!" (Samstag, 8. September, 20.15 Uhr, Das Erste) treten Günther Jauch, Thomas Gottschalk und Jörg Pilawa gemeinsam auf – als Trio Infernal der Rate­ runde.

Das Duo Jauch – Gottschalk kennen die Zuschauer schon aus anderen Sendungen. In dem neuen ARD­-Quiz, das als Eurovisions­ format auch in Österreich und der Schweiz übertragen wird, kommt Pilawa nun als Moderator hinzu. "Diese Konstellation gab's noch nie. Günther Jauch und ich ha­ben insgesamt mehr als 4000 Quizsendun­gen moderiert", so Pilawa. "Jetzt endlich kommt es zur Familienzusammenführung der beiden Quizonkels im deutschen Fern­sehen. Das ist auch im fortgeschrittenen Alter noch spannend für uns."

Interessant ist die Rollenverteilung: Während Pilawa moderiert, steigen Jauch und Gottschalk gegen die Kandidaten in den Ring. Als weitere Experten sind Lothar Matthäus, Til Schweiger und Ben Becker dabei. "Für die Beteiligten ist die Fallhöhe groß", warnt Pilawa. Auch Jauch ahnt das: "Einerseits bin ich ganz entspannt, weil ich mich ja nicht vorbereiten kann. Anderer­seits fürchte ich den Kontrollverlust, wenn ich Fragen beantworten muss."

Für die Zuschauer wird die Sendung vor allem durch ihren Aufbau spannend. Der hat es in sich: Die Kandidaten müssen drei Wissensrunden überstehen, ehe sie ins Fi­nale einziehen und um 100.000 Euro Sieg­prämie spielen. Sie treten zunächst in vier Wissensgebieten gegen Experten an, dann gegen das Publikum im Saal, anschlie­ßend gegen ein Team aus drei Quizprofis.

Runde 1 Duell gegen die Experten

Hollywood, die Beatles, Fußball­-WM, Jo­hann Wolfgang von Goethe: Das sind die vier Fachgebiete der ersten Runde. In der Show wird den Kandidaten per Zufallsgenerator ein Thema und damit ein bestimmter Experte als Gegenspieler zugeteilt. Es kann also schon hier eng für sie werden, denn wer kennt sich schon in allen vier Themen gleich gut aus? Jeder muss drei Fragen be­antworten, für die es zunehmend mehr Punkte gibt: einen, zwei und drei, also im Optimalfall sechs. Haben Kandidat und Experte nach den drei Fragen Gleichstand, entscheidet eine Schätzfrage.

Als Experten treten in der Show Promi­nente an, die eine besondere Beziehung zu ihrem Thema haben: Rekordnationalspie­ler Lothar Matthäus nahm selbst an fünf Weltmeisterschaften teil. Ben Becker kann zahlreiche Dramen und Gedichte Goethes auswendig. "Als Spross einer Schauspieler­familie ist er mit Goethe groß geworden, hat zu Hause mit seinem Vater Otto Sander und auf der Bühne Goethe rezitiert", weiß Pilawa. Til Schweiger gilt als exzellenter Filmkenner und hat obendrein schon selbst in Hollywood gearbeitet. Thomas Gottschalk ist nicht nur Fan der Beatles, sondern hat Paul McCartney schon mehr­fach getroffen. "Es ist unglaublich, wie viel Thomas über die Beatles weiß", staunt Pilawa. "Er erkennt Songs sogar, wenn sie rückwärts gespielt werden." Eine harte Nuss für die Kandidaten!

Runde 2 Duell gegen das Publikum

Doch die erste Runde mit ihren Fach­fragen ist nur der Aufgalopp. Mode­rator Jörg Pilawa erklärt: "Danach müssen sich die Kandidaten gegen die Schwarmintelligenz des Publikums behaupten." Sie brauchen also nicht nur breitgefächertes Wissen, sondern auch eine breite Brust. Das Duell heißt nun: Einer gegen 1000. So viele Zuschau­er fasst der Kölner Saal, der zu den größ­ten TV­Studios in Europa zählt. Es gilt, drei Fragen aus allen Wissensgebieten zu beantworten: aus Kunst und Kultur, Sport, Geografie und Politik, Wirtschaft und Bio­logie, Wissenschaft, aber auch zu ganz praktischen Alltagsdingen.

Runde 3 Duell gegen die Quizprofis

Noch härter soll es in Runde 3 werden, wo die Teilnehmer auf die "Quiz­ Giganten" treffen, die über das geballte Wissen aus mehreren Tausend Quizshows verfügen: Günther Jauch, Susanne Kunz, Gastgebe­rin der Schweizer Quizshow "1 gegen 100", und Armin Assinger, der die "Millionen­show" im ORF präsentiert. "Ich freue mich auf diese Teamarbeit mit meinen Quiz­kollegen", sagt Jauch. Und Susanne Kunz warnt: "Wir sind die letzte Hürde vor dem Finale für die Kandidaten." Auf die freut sich Pilawa ganz besonders: "Ich mode­riere seit mehr als 20 Jahren Quizshows und habe schon viele großartige Kandi­daten erlebt, aber unsere bunte Mischung aus herausragenden, genialen Teilnehmern ist einmalig." Dabei sind etwa Johannes Vogel, Direktor des Museums für Natur­kunde Berlin, der preisgekrönte Physik­professor Metin Tolan, ein Kneipenbesitzer aus Hamburg­ St. Pauli und Charly Ein­stein, Urenkel von Albert Einstein. Das ver­ spricht Spaß und geballte Kompetenz.

Das große Finale Jeder ganz für sich allein

Wer das Finale erreicht, hat die Chance, mit fünf abschließenden Fragen 100.000 Euro zu gewinnen. Allerdings sind die Super­hirne dabei ganz auf sich allein gestellt, ohne Joker, ohne Hilfsmittel. "Die Aufgabe ist schwer", sagt Pilawa. "Die Kandidaten treten an zum härtesten Quiz der Welt."

Mit der neuen Show wollen die ARD, der österreichische ORF und das Schweizer SRF an jene legendären Zeiten anknüpfen, als Hans­ Joachim Kulenkampff bei "Einer wird gewinnen" Jung und Alt vor dem Bildschirm fesselte. Zwei weitere Quizshows sollen noch in diesem Jahr folgen. Jörg Pilawa hofft: "Ich würde mir wünschen, dass die Sendung in einem modernen Gewand wie­ der die Tradition der guten alten Familien­show aufnimmt."