TV-Event der Woche: "Unzertrennlich nach Verona"

Im Einsatz für die Liebe: Schon oft standen die beiden zusammen vor der Kamera. Jetzt spielen Veronica Ferres und Heiner Lauterbach erstmals ein Ehepaar. Das Ergebnis ist turbulent und amüsant.

Ein zerstrittenes Paar reist in "Unzertrennlich nach Verona" (3. Oktober, 20.15 Uhr, Das Erste) aus Sorge seiner Tochter hinterher.

Darum geht's in "Unzertrennlich nach Verona"

Nach 20 Ehejahren sind Ulla (Veronica Ferres) und Jan (Heiner Lauterbach) gründlich zerstritten. Und getrennt. Wegen Tochter Julia (Paulina Rümmelein) müssen sie jedoch irgendwie miteinander klarkommen. Dabei prallen die Erziehungskonzepte "Vertrauen" und "Absolute Kontrolle" aufeinander: Jan schenkt Julia zum 17. Geburtstag Karten für ein Popkonzert in Verona. Ulla versetzt das in helle Aufregung – was da alles passieren kann! Als sie herausfindet, dass sich die Tochter auch noch mit einer Internetbekanntschaft unter dem Balkon von Shakespeares Julia verabredet hat, raufen sich die Eltern schließlich zusammen – zu einem Motorradtrip über den Brenner.

Hintergrund

Ferres, die selbst eine 17-jährige Tochter hat, betont, Drehbuchautor Uli Brée habe umgesetzt, was ihr am Herzen liege: "Die größte Herausforderung, die alle Eltern zu bewältigen haben: Man sollte die Kinder nicht mit eigenen Ängsten belasten, sondern sie zu mutigen Freigeistern erziehen."

Die Schauspielerin realisierte hier erstmals einen TV-Film mit ihrer eigenen Produktionsfirma. Sie versteht Ullas Schwierigkeiten, die Tochter loszulassen: "Sie will Julia schützen. Als Richterin kennt sie viele Gefahren, die drohen könnten."

Der dreifache Vater Heiner Lauterbach ist einmal mehr in seiner Paraderolle als cooler, harter Kerl mit butterweichem Kern zu sehen: "Jan vermisst besonders das Lockere, Spontane, das seine Frau früher hatte", erklärt er. "Mit ihrem zielgeraden, auf den Beruf fokussierten Leben kann er nicht so viel anfangen." Typisch für Jan ist die in einer Szene gestellte Frage: "Warum muss man denn vernünftig werden?"

Veronica Ferres hat auch diesen Dreh mit Lauterbach, den sie als Kollegen ebenso schätzt wie als Freund, sehr genossen. "Ich bewundere Heiner enorm aufgrund seiner Professionalität", erzählt sie nach ihrer fünften Zusammenarbeit. "Auf ihn kann ich mich immer verlassen – sogar auf dem Motorrad bei Glatteis im November auf 1800 Meter Höhe."

GOKA-Kritik

Bis zum Showdown in der Arena von Verona haben die beiden allerlei Irrungen und Wirrungen durchzustehen, an denen Shakespeare seine Freude gehabt hätte. Ein turbulenter Trip mit spritzigen Dialogen. Die Stars sind häufig im TV zu sehen – aber selten so lustig. Nicht immer logisch, oft gnadenlos überzeichnet, aber stets unterhaltsam.