Die "Grandes Dames" des deutschen Fernsehens

Zum 80. Geburtstag von Christiane Hörbiger am 13. Oktober präsentieren wir 15 deutschsprachige Ü60-Schauspielerinnen, die nicht zum alten Eisen, sondern noch immer zu den absoluten Publikumslieblingen zählen.

Alter schützt vor Hauptrollen nicht: Zu Ehren des 80. Geburtstags von Christiane Hörbiger spendierten die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten der lebenden Schauspiellegende zwei neue TV-Produktionen, in denen die in Wien geborene Österreicherin noch einmal die ganze Bandbreite ihres Könnens präsenteiren konnte.

Nach dem makabren Thriller "Die Muse des Mörders" (noch bis zum 15. Oktober in der ZDF-Mediathek verfügbar) ging die Jubilarin in der Familienkomödie "Einmal Sohn, immer Sohn" (noch bis zum 12. Januar 2019 in der ARD-Mediathek verfügbar) Filmsprössling Sebastian Bezzel als widerspenstige Über-Mutter mächtig auf die Nerven...

Doch die dreifache GOLDENE KAMERA-Preisträgerin (1988, 2001, 2018) ist bei weitem nicht die einzige gestandene Schauspieldiva, die lieber weiter vor der Kamera glänzt, als sich aufs Altenteil zurückzuziehen.

Die Ü60-Grandes Dames des deutschen Fernsehens

Wenn von der "Grande Dame" des deutschen Fernsehens gesprochen wird, fallen neben Christiane Hörbiger immer wieder auch die Namen von Hannelore Elsner (GOLDENE KAMERA 1972) und Iris Berben (GOLDENE KAMERA 1988 und 2004). Doch neben diesen drei absoluten Publikumslieblingen spielen noch eine Reihe weiterer Schauspielerinnen regelmäßig und überaus erfolgreich in der deutschen Ü-60-Liga.

Eines haben die Hörbiger, die Thalbach oder die Hoger (GOKA-Preisträgerin 1989 und 1998) dabei gemeinsam: Mit dem Begriff "Grande Dame" können Sie wenig anfangen. Sie wollen trotz oder gerade wegen ihres Alters als ernsthafte Schauspielerinnen wahrgenommen werden, die sich hinter ihren jüngeren Kolleginnen nicht verstecken müssen. Denn wie uns Christiane Hörbiger im exklusiven Interview zu ihrem 80. Geburtstag verrät, hat das Altwerden auch seine Vorteile:

"Ich war mit dem Verleger Gerd Bucerius befreun­det, und der sagte mal zu meinem ver­storbenen Mann Rolf Bigler: 'Rölfchen, das Alter ist gemein.' Das kann ich nicht finden. Ich finde, Alter ist etwas Wunder­bares. Man wird gelassener. Man hat kei­ne Zukunftsängste mehr. Die Kinder sind aus dem Haus und versorgen sich selbst. Ich finde, das Alter ist etwas Wunderbares, solange man gesund bleibt."