20 Jahre "In aller Freundschaft": Eine Klinik für Millionen

Zum 20. Geburtstag von "In aller Freundschaft" spendiert Das Erste ein Spezial – aus Thailand!

Die Schwarzwaldklinik war vor­ gestern: Gegenwart und Zu­kunft gehören der Sachsen­klinik! Seit 20 Jahren wird in Leipzig geliebt, gelitten, ge­heilt. Mehr als fünf Millionen Zuschauer verfolgen derzeit im Schnitt die Serie "In aller Freundschaft", sicher auch die 830. reguläre Folge am 23. Oktober.

"Da­ bei wären wir nach einem Dreivierteljahr fast weg vom Fenster gewesen", erinnert sich Thomas Rühmann, der seit Folge eins Dr. Roland Heilmann spielt. "Dann gab es einen Drehstopp, die Macher setzten sich zusammen, entwickelten ein neues Kon­zept und eine neue Erzählweise – und die Quote stieg. Allein der neue Sendeplatz brachte eine Million Zuschauer mehr." Anfangs lief das Format nicht am Diens­tag­, sondern am Montagabend, erstmals am 26. Oktober 1998. Deshalb feiert Das Erste das Jubiläum der erfolgreichsten, lang­lebigsten deutschen Klinikserie mit dem Spezial "Zwei Herzen" (Freitag, 26. Oktober, 20.15 Uhr).

Darum geht's in "In aller Freundschaft: Zwei Herzen"

Dr. Heilmann, Verwaltungsche­fin Sarah Marquardt (Alexa Maria Surholt) und Pfleger Kris (Jascha Rust) wollen zum Ärztekongress nach Bangkok, stranden aber in der ländlichen Region Krabi. Heil­mann versorgt Verletzte und Schwangere, lernt eine schwedische Ärztin kennen und landet im Thai­-Knast. Dr. Stein (Bernhard Bettermann) ringt derweil in Leipzig um das Leben von Dr. Heilmanns Sohn Jakob (Karsten Kühn): Eine Infektion setzt des­sen transplantiertem Herz schwer zu.

Hintergrund

"Wir wollten mit den beliebten Serien­figuren in eine für sie fremde und neue Ge­gend, möglichst weit weg, um die Drama­tik zu erhöhen", erzählt Jana Brandt, die die Serie für den produzierenden MDR be­treut. "Die Idee ist super, dass da mit Heil­mann jemand hin muss, der da gar nicht hin will", bekräftigt Thomas Rühmann.

Vor allem aber: Durch die Begegnung mit der schwedischen Ärztin kann sich der Witwer wieder für eine Beziehung öffnen. Denn die große Frage ist nicht, ob, sondern wann es wieder eine Frau in Heilmanns Leben geben wird. "Allzu lange wird es nicht mehr dauern", verrät MDR­Fiction­ Chefin Brandt. "Wir sind dran!"

Wenn Rühmann auf seine 20 Serienjahre zurückblickt, ist er vor allem eins: glück­lich! "Ich empfinde meine Rolle als einen Sechser im Lotto. Klar gab es mal Phasen, wo ich ein bisschen unzufrieden war mit der Entwicklung der Figur. Aber nie etwas Existenzielles."

"Die Abläufe in der Sachsenklinik sind märchenhaft", sagt Bernhard Bettermann, der seit 2006 mitspielt. "Es ist märchenhaft, wie schnell und gut sich in allen Abteilun­gen um Patienten gekümmert wird. Aber wir sind authentisch darin, wie die Ärzte miteinander reden, wie die medizinischen Fälle aufgearbeitet werden, wie die Dia­gnosen gestellt werden." Auch das mache den Erfolg aus. "Durch den Sendeplatz um 21.00 Uhr müssen wir auch nicht im Übe­rmaß verzuckern, sondern können erwach­sene Geschichten erzählen."

Im Vorabendprogramm bewährt sich seit 2015 der Ableger "In aller Freundschaft: Die jungen Ärzte" aus Erfurt. So gut, dass am 1. November ein weiteres Spin­off star­tet: "In aller Freundschaft: Die Kranken­schwestern". Zunächst acht Folgen, ge­dreht in Halle an der Saale.