Schafskopf zum Frühstück: Tim Mälzer bei "Jenke Über Leben"

Für seine Sendung "Jenke Über Leben" nahm der RTL-Reporter von Wilmsdorff GOLDENE KAMERA-Preisträger Tim Mälzer mit auf einen Überlebenstrip in rauer Natur.

Feiertage verbringt man gern im Kreis seiner Lieben. Doch ausgerechnet am Osterfest ließ sich TV-Koch Tim Mälzer (GOLDENE KAMERA 2006) auf ein Experiment mit dem Draufgänger Jenke von Wilmsdorff ein: Im vergangenen April flog der TV-Koch mit dem RTL-Reporter nach Südafrika – ohne zu wissen, was ihn dort erwartete. Jetzt ist das Ergebnis in "Jenke Über Leben" (Freitag, 2. November, 22.55 Uhr, RTL) zu sehen.

Tim Mälzers Erlebnisse in "Jenke Über Leben"

Von Wilmsdorff bringt Tim Mälzer ins 77 Quadratkilometer große Naturschutzgebiet Mkambati, um dort mit ihm zwei Tage lang in die Wildnis einzutauchen. Ihr Ziel: eine Flussmündung ins Meer, ein Wasserfall, der nur über unwegsames Gelände zu erreichen ist.

Das allerdings wurde dem "Kitchen Impossible"-Star vor Reiseantritt nicht verraten: "Ich wusste partout nichts", sagt der 47-Jährige zu GOLDENE KAMERA. "Aber ich bereite mich sowieso selten vor. Ich glaube, mein Charisma liegt in der Spontaneität."

Auf den Star aus Elmshorn warten in Südafrika Herausforderungen wie eine 80 Meter hohe Klippe, an der er sich abseilen soll, lange Wegstrecken, das Übernachten in einer Felsspalte und wilde Tiere wie Schlangen und Skorpione.

Überraschungen gibt es aber auch fürs RTL-Team. Es geht etwa davon aus, dass Mälzer mit seiner Höhenangst zu kämpfen haben wird, als Wilmsdorff ihn zu Beginn des Trips auf den Kufen eines Helikopters willkommen heißt und zum Mitfliegen einlädt. In der Sendung ist zu sehen, dass Mälzer nicht lange überredet werden muss, im Gegenteil: "Da ging mir ein bisschen die Hose auf vor Freude", sagt er. "Der Hubschrauber ist in meinen Augen das geilste Fortbewegungsgerät der Welt." Er befördert die beiden mitten in die afrikanische Natur.

Spaßige Szene nach der Landung: Orientieren soll sich das Duo eigentlich selbstständig mit einem Kompass, aber keiner von beiden kann das. Vor der ersten Herausforderung stößt deshalb doch noch ein lokaler Führer zu ihnen. Adamy erklärt, was zu tun ist, wenn eine Schwarze Mamba ihren Weg kreuzt, und leistet Hilfestellung, als sie sich an einer Felswand in die Tiefe hangeln oder per Zipline über eine 20 Meter tiefe Schlucht rutschen sollen. Der Experte wirkt wie eine junge Version des Dr. Bob aus der RTL-Show "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!".

Lightversion vom "Dschungelcamp"?

Angesichts der körperlichen Herausforderungen und der kulinarischen (über dem Feuer gegarter Schafskopf) wirkt die Sendung wie eine Art Lightversion des "Dschungelcamps". Auch Mälzer sieht die Parallelen: "Beim Schafskopf dachte ich, jetzt kommt der programmierte TV-Skandal. RTL hat hin und wieder übertrieben, aber das gehört dazu."

Vor einer Herausforderung hat er so viel Respekt, dass er sie abbricht: "Ich wäre sehr enttäuscht, wenn das herausgeschnitten wird. Die Macher haben sich bestimmte Dinge erhofft, ich kenne ja die Mechanismen des Fernsehens. Aber ich finde es wichtig, auch die Traute zu haben und zu sagen: 'Nein, mache ich nicht!' Obwohl vielleicht einige Zuschauer sagen werden, ich hätte mich nicht so anstellen sollen, bin ich doch stolz auf diesen Moment."

Echte Männergespräche

Das gemeinsame Erlebnis schweißt die beiden Survival-Urlauber zusammen. Jenke von Wilmsdorff versucht, die Stimmung zu nutzen, um seinem Begleiter mehr zu entlocken als in einer gewöhnlichen Talkshow möglich. So spricht Mälzer nicht nur über penibles Kofferpacken mit Seidenpapier, sondern auch über Trauerbewältigung in der Familie und darüber, wie es 2006 zu seinem Burnout kam.

Grenzen zieht der Koch trotzdem: Dass von Wilmsdorff wissen will, wie viel Alkohol er in einer bestimmten Stressphase am Tag trank, ist Mälzer zu platt. Spaßeshalber versucht er sich dafür auch einmal als Investigativreporter: "Haste eigentlich mal was mit der Schrowange gehabt?"

"Jenke Über Leben" als Reihe?

Im Fall eines Erfolgs soll aus der Einzelsendung eine Reihe mit wechselnden Prominenten werden, die mit von Wilmsdorff der Zivilisation entfliehen. Tim Mälzer jedenfalls empfiehlt die Erfahrung weiter: "Jenke hat einen sehr guten Humor, und wir haben viel Schönes miteinander erlebt. Wobei Erinnerungen ja mit größerem Abstand rosarot werden. Ich denke auch sehr gern an meine Schulzeit zurück – und ich habe keine Ahnung warum."