Im "Polizeiruf 110: Für Janina" läuft ein überführter Mörder frei rum

Die ARD zeigt im Rahmen der Themenwoche "Gerechtigkeit" den "Polizeiruf 110: Für Janina" (Sonntag, den 11. November um 20.15 Uhr).

Gesetzestreu war Bukow (Charly Hübner) noch nie, doch jetzt schlägt sich auch seine Kollegin König (Anneke Kim Sarnau) auf die falsche Seite des Gesetzes.

Darum geht's im "Polizeiruf 110"

Es herrscht Eiszeit zwischen Bukow und König. Schließlich muss er für seine Falschaussage, die sie schützen sollte (s. "Polizeiruf 110: Angst heiligt die Mittel") 8400 Euro zahlen. Geld, das er auf legalem Wege unmöglich auftreiben kann. Dazu hält ein alter Fall die beiden in Atem: Vor 30 Jahren wurde Janina vergewaltigt und ermordet. Als die Mutter (Hildegard Schmahl) der Toten im Präsidium auftaucht, rollen die Ermittler den Fall neu auf. Mit Hilfe von moderner Technik können sie den Täter zweifelsfrei identifiezieren. Es ist Guido Wachs (Peter Trabner), dreifacher Familienvater, der inzwischen ein unbescholtenes Leben in Rostock führt.

Das Problem: Wachs wurde in diesem Fall bereits freigesprochen und darf nicht erneut belangt werden. Der einzige Weg ihn doch noch hinter Gittern zu bringen, wäre ein Geständnis. Doch dieser denkt gar nicht daran, irgendetwas zu gestehen. König greift zu ungewöhnlichen Mitteln, um Wachs doch noch seiner gerechten Strafe zuzuführen.

Hintergrund

In dem "Polizeiruf 110: Für Janina" kommen neue Seiten der beiden Ermittler zum Vorschein, wie sie die Zuschauer so noch nicht gesehen haben. Bukow und König müssen sich fragen, wie sie mit der Wut aufeinander umgehen."Für die Entwicklung zwischen den beiden Ermittlerfiguren finde ich diesen Konflikt sehr schön. Denn wenn man über Jahre immer nur darauf wartet, ob sie sich nun küssen oder nicht, dann wird es doch irgendwann ein bisschen langweilig", erklärt Hauptdarsteller Charly Hübner.

Seine Kollegin geht ihm in seiner Rolle aber eindeutig zu weit, wie Hübner erklärt: "Für ihn betritt Katrin König eine No-go-Area. Das macht man nicht. Bei einer Figur wie Bukow erscheint das eigentlich unvorstellbar, weil man denkt, der ist doch zu allem bereit, aber das stimmt so nicht."

In der Rolle der Mutter der Toten ist Hildegard Schmahl zu sehen. Die 78-Jährige, die schon auf allen großen deutschen Theaterbühnen stand, war 2017 neben GOLDENE KAMERA-Preisträger Bruno Ganz im Kinofilm "In Zeiten des abnehmenden Lichts" zu sehen. Sie spielte auch schon im TV-Dreiteiler "Die Manns" (2001), "Nirgendwo in Afrika" (2001) und in der Literaturverfilmung "Der Geschmack von Apfelkernen" (2013) mit. Außerdem drehte sie mit der GOLDENEN KAMERA-Preiträgerin Petra Schmidt-Schaller den ZDF-Film "Das Dorf des Schweigens" (2015).

GOKA-Kritik

Was Regisseur und Coautor Eoin Moore da an Entwicklungen, moralischen Fragen und emotionalen Brüchen in 90 Minuten packt, sorgt für Gänsehaut. Echt, spannend und genial aufgelöst.