"Rufmord": TV-Film mit Rosalie Thomass über Cyber-Mobbing

Gewaltvorwürfe und Nacktfotos auf der Schul-Homepage: Der TV-Film "Rufmord" widmet sich dem aktuellen Thema Cyber-Mobbing.

Im TV-Film "Rufmord" wird die junge Lehrerin Luisa durch Nacktfotos diskreditiert. Plötzlich wird ihr Leben zur Demütigungs-Hölle – kann sie sich wehren? Freitag, 9. November, 20.15 Uhr, Arte und hier zu sehen:

Darum geht's in "Rufmord"

Luisa (Rosalie Thomass) ist Grundschullehrerin in der bayerischen Provinz. Wegen ihrer unkonventionellen Unterrichtsmethoden ist sie bei ihren Schülern sehr beliebt. Doch kurz nachdem sie sich weigerte, einem Jungen eine Gymnasialempfehlung zu geben, wird ein Nacktbild von ihr auf die Homepage der Schule hochgeladen. "Bitte geben Sie mir eine Chance, Ihre Kinder weiter zu unterrichten…!", bricht es aus Luisa Jobst heraus. Ein Appell, der nicht mehr hilft. Obwohl es ein altes Foto ist, das ihr Ex einst anderswo gepostet hat, wenden sich alle von ihr ab.

Wer steckt dahinter – Unternehmer Bär, Vater eines Jungen, dem Luisa die Gymnasialempfehlung verweigerte? Ihr Ex-Freund? Die Getriebene forscht nach, aber die verantwortliche Person wird nicht ermittelt. Ihr Leben wird zum Spießrutenlauf. Dann verschwindet Luisa spurlos. Wurde aus dem Rufmörder ihr Mörder?

Bis zum 9. Dezember 2018 gibt es "Rufmord" auf Abruf Online auf arte.tv.

Hintergrund

Die gebürtige Zürcherin Viviane Andereggen ("Kein Herz für Inder") studierte in Basel und Hamburg. Ihr vierter Spielfilm "Rufmord" widmet sich einem aktuellen gesellschaftlichen Problem: Cyber-Mobbing, oft mithilfe kompromittierender Fotos oder Fotomontagen. Beginnend mit Luisas Verschwinden, illustriert ihr Film in Rückblenden die Stationen einer Denunziation und eines Kampfes um Würde. Auf dem Filmfest München 2018 bekam das Team von "Rufmord" den Bernd Burgemeister Fernsehpreis überreicht.

Die Hauptdarstellerin Rosalie Thomass wurde in diesem Jahr für ihre Darstellung einer mutigen Mutter in der ZDF/ARTE-Koproduktion "Eine unerhörte Frau" mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Fernsehpreis und dem Grimme-Preis.

GOKA-Wertung

Getragen von der überzeugenden Rosalie Thomass, entfaltet sich "Rufmord" authentisch, spitzt sich kontinuierlich zu und trumpft vor allem gegen Ende mit ausgeprägten Thriller-Ansätzen auf.