"Keiner schiebt uns weg": TV-Film über Gerechtigkeit

Alwara Höfels, Katharina Marie Schubert und Imogen Kogge kämpfen im TV-Film "Keiner schiebt uns weg" (14. November, 20.15 Uhr im Ersten) für Lohngleichheit von Frauen und Männern.

In Anlehnung an eine wahre Begebenheit wird die Geschichte von drei Frauen in den 70er Jahren im Ruhrgebiet erzählt. Mutig und allen Widerständen zum Trotz setzen sie sich für Gerechtigkeit ein.

Der Film regt an, darüber nachzudenken, warum es auch heute noch Lohnungleichheiten gibt.

Darum geht's in "Keiner schiebt uns weg"

Gelsenkirchen, 1979. Lilli (Alwara Höfels), Rosi (Katharina Marie Schubert) und Gerda (Imogen Kogge) arbeiten im Fotolabor. Als die drei Freundinnen erfahren, dass sie weit weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen, wollen sie das nicht länger hinnehmen. Männer und Frauen sind laut Grundgesetz schließlich gleichberechtigt.

Gemeinsam mit Ritschi (Christoph Bach) vom Betriebsrat verklagen sie ihren Arbeitgeber. Das bringt allerdings nicht nur die Chefetage, sondern auch die männlichen Kollegen – und schließlich ihre eigenen Familien auf die Barrikaden. Nicht lange, und die drei geraten auch untereinander in Streit.

Hintergrund

Laut Bundesministerium liegt die Entgeltlück zwischen Frauen und Männer in Deutschland bei 21 Prozent. Selbst bei gleicher formaler Qualifikation und ansonsten gleichen Merkmalen beträgt der Entgeltunterschied immer noch 6 Prozent.

Götz Bolten (Redakteur WDR) sagt: "Wir hoffen, dass Lillis Kampfgeist die Zuschauerinnen und Zuschauer ansteckt und die Diskussion über einen Missstand belebt, den viele zwar bis in die Nachkommastelle kennen und benennen können, aber verlernt haben, sich wirklich darüber aufzuregen: Die ungleiche Bezahlung von Frau und Mann."

Diese Frauen aus dem Fotolabor hat es tatsächlich gegeben. Die 29 "Heinze"-Mitarbeiterinnen aus Gelsenkirchen haben nicht nur das titelgebende Lied "Keiner schiebt uns weg" komponiert, sie erstritten 1981 vor dem Bundesarbeitsgericht in Kassel die gleiche Bezahlung wie ihre männlichen Kollegen.

GOKA-Wertung

Kommt mit lockerer Ruhrpott-Schnauze und 80er-Jahre-Feeling daher, kritisiert aber im Rahmen der ARD-Themenwoche "Gerechtigkeit" deutlich die weiterhin ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen. Echte Frauen-Power mit Herz und Humor.